Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 99

Insolation, d.h. die Strahlung der Sonne, ist die letzte Ursache aller Veränderungen der Atmosphäre wie alles Lebens auf der Erde. Die dem gleichen Stück der Erdoberfläche durch I. mitgeteilte Wärmemenge ist um so größer, je dünner die zu durchdringende Luftschicht, und je freier sie von Beimengungen namentlich Wasserdampf in Form von Nebel oder Wolken, Staub usw., ist. Es ergeben sich daher die höchsten Werte der I. für hochgelegene Gegenden mit klarer Luft in niederen Breiten. Gemessen ist die Intensität der I. in unseren Kolonien bisher ausschließlich durch I.-Thermometer. Die Angaben sind indessen wegen der diesen Instrumenten anhaftenden Fehler noch äußerst unsicher.

Heidke.