Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 121

Jaluit (spr. Dschalut), Yaluit oder Banhaminseln, bewohntes Atoll der Rälikreihe der Marshallinseln (Deutsch- Neuguinea), mit 90 qkm Landfläche und gutem Hafen, entdeckt 1809. Die Hauptinsel Jabor liegt zwischen 169° 23' bis 43' ö. L. und 5° 47' bis 6° 18' n.Br. Der Sitz der Regierungsstation (früher des Landeshauptmanns) für die Marshallinseln ist in der Europäeransiedlung Jaboran der Südostdurchfahrt, wo auch die Hauptniederlassung der Jaluit- Gesellschaft (s.d.) sich befindet. Die auf den Marshallinseln tätigen Missionsgesellschaften haben ihren Sitz auf J. (s. Marshallinseln, Missionen). J. ist Auslandshafen, und es befindet sich auch eine Postagentur daselbst. Telegraphen- oder Telefunkenstationen bestehen auf der Insel noch nicht. Die weiße Bevölkerung auf der Insel beläuft sich auf ca. 30 Personen. Sie verteilt sich auf die Regierungsbeamten, die Angehörigen der Missionen und die Angestellten der Jaluit-Gesellschaft, des einzigen europäischen Unternehmens, das auf J. besteht.

 

Krauß.