Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 124 ff.

Jap (s. Tafel 70). 1. Lage und Bodengestaltung. 2. Klima. 3. Pflanzen- und Tierwelt. 4. Eingeborenenbevölkerung. 5. Bevölkerungsstatistik. 6. Europäische Unternehmungen und Verwaltung.

1. Lage und Bodengestaltung. J., Yap, Eap, Arrecifes oder Carolina, Inselgruppe der westlichen Karolinen (s.d.) (Deutsch-Neuguinea) zwischen 9° 25'-35' n. Br. Und 138° 5'-15' ö. L., wahrscheinlich 1686 von Lazeano entdeckt. Die Hauptinsel J. und ihre größeren Nebeninseln Rumung und Map bestehen in der Hauptsache aus Strahlsteinschiefern, Amphiboliten und Talkschiefern und ragen bis ca. 800 m Höhe auf ; sie bilden die höchsten Erhebungen eines aus tiefem Meer aufragenden Rückens und nehmen 207 qkm Fläche ein. Die Erhebungen sind meist sanft abgeböscht. Korallenkalk bildet einen Saum am Inselrand; ein Riff mit 3 Einfahrten und einigen Inselchen umgibt die Inselgruppe. Gelegentlich auftretende Erdbeben zeigen, daß die geologischen Kräfte noch nicht zur Ruhe gekommen sind, und die sehr starke horizontale Gliederung macht es wahrscheinlich, daß die Insel vor verhältnismäßig kurzer Zeit eine Senkung erfahren hatte. Sie hat es sogar ermöglicht, durch einen künstlichen Kanal (1901) den nordöstlichen Teil (Tomil-Gagil) abzutrennen. An dem Haupthafen Tomil liegt die Regierungsstation mit dem Bezirksamt und der Kabelstation.

Sapper.

 

 

2. Klima s. Karolinen 2.

3. Pflanzen- und Tierwelt (s.a. Karolinen und Paulauinseln). Die Untersuchungen von Volkens ergeben die interessante Tatsache, daß auf J. ähnlich wie auf Neuguinea die Vegetation des niederen Landes indisch- malaiischen Ursprungs ist. Dagegen weist, ebenso wie dort die Pflanzenwelt der Berge (charakteristisch sind die Gattungen Meryta, Vavaea, Trichospermum, Halorrhagis, Stackhousia und Lepironia) auf Polynesien und Australien. Tierwelt s. Karolinen.

4. Eingeborenenbevölkerung (s. Tafel 28). Uab-Land, wie die Eingeborenen ihre Insel bezeichnen, wird von zwei Volkselementen bewohnt, die derartig ineinander aufgehen, daß die Unterschiede stark verwischt sind. Das eine, vielleicht autochthone, Element ist kleinwüchsig, kraushaarig, klein- und breitnasig und erheblich dunkelfarbener als das andere Element, das von mittlerer Größe ist und welliges, auch schlichtes Haar und eine kleine gerade oder leicht gebogene Nase besitzt, die zuweilen zur Semitennase wird. Das erste Element ist stark bei den Weibern und unter den Angehörigen beiderlei Geschlechts der niedrigen Klassen vertreten. Die Eingeborenen tatauieren sich mit Mustern, die für beide Geschlechter und die Rang- und Altersklassen verschieden sind. Die Vornehmen färben sich die Zähne schwarz. Die J.leute sind friedliche, intelligente, tüchtige, arbeitsfreudige Menschen, die unter der Leitung von Europäern sich vorzüglich im Wege- und Dammbau bewähren. Sie besitzen ungemein reiche Überlieferungen, Sagen, Erzählungen aller Art in gebundener und freier Form, die heute von Mund zu Munde fortleben. - J. wird in zehn Landschaften - Rul, Gagil, Tomil, Ueloi, Fanif, Delipebinau, Kanifai, Giliman, Rumung und Map - eingeteilt, an deren Spitze je ein Hauptdorf mit einem Oberhäuptling steht. Es zerfällt weiter in zwei Kriegsparteien, vaan i pilun und vaan i pagal. Daher kommt es, daß Dörfer derselben Landschaft und demselben Hauptdorfe untergeordnet, sich bekriegen. Es gibt einen mehrmonatigen "Gottesfrieden", dessen Ende auf dem Kultplatz des Dorfes Dugor verkündet und durch einen Scheinkampf eingeleitet wird. Die Häuptlingswürde ist nach polynesischer Art gedoppelt in Dorf- und Kriegshäuptling, die völlig getrennt voneinander handeln. Obwohl der niedere, entscheidet der letztere über Krieg und Frieden. Das Dorf ist in Quartiere eingeteilt, denen Älteste vorstehen. Sie haben die Anordnungen der Häuptlinge weiterzugeben. - J. hat ungefähr 100 Dörfer, die in 9 Klassen eingeteilt sind. Die obersten drei sind die Klassen der pilun (Häuptlinge), die drei untersten die der milinai (Unfreie). Nach außen hin unterscheiden sich die Angehörigen der Rangklassen an der Kammtracht, dessen Größe maßgebend ist, an der Art der Sitzunterlage aus der Arekablattscheide usw. Die Unfreien sind keine Sklaven; allerdings haben sie keinen eigenen Grundbesitz, sondern leisten für die Nutzung des Bodens gewisse Arbeiten und Abgaben. Sie besitzen Freizügigkeit und die gleichen Totems und Altersklassen wie die Freien. Zum großen Teile rekrutieren sie sich aus den im Kriege Unterlegenen. Andererseits können sie wiederum im Kriege in höhere Klassen befördert werden. - Die Männer werden in 6 Altersklassen eingeteilt, die sich im Range unterscheiden. Jede besitzt bestimmte Speiseverbote. Durch Einkauf kann man in eine höhere Altersklasse gelangen. Die unteren vier sind jedermann zugänglich; in die oberen können nur Bevorzugte eintreten, da diese Klassen mit dem Besitz bestimmter Grundstücke verbunden sind. In einem Dorfe, das nach außen hin als Rangeinheit auftritt, gibt es demnach wieder Rangunterschiede. - In J. sind rund 25 Familien vorhanden, von denen jede ihr eigenes Totem (s. Totemismus) hat, das kognatisch vererbt wird und exogame Heiraten bedingt. Von zwei Familien kennt man deren Herkunft aus Ponape und aus Etal (Mortlockinseln). - Die Ehe ist eine Kaufehe. Sie wird vielfach aus Zuneigung geschlossen. Einehe ist üblich, obschon Vielweiberei nicht verboten ist; doch können nur Vornehme sich den Luxus mehrerer Frauen gestatten. - Die Einrichtung der Männer- und Frauenklubs, der Männerhäuser (febai), des Hetärenwesens ist ähnlich wie auf den Palauinseln (s.d.) - Sobald das Mädchen zum ersten Male menstruiert, zieht es in ein besonderes, vom Vater errichtetes Häuschen, in dem es einen Monat verbleibt. Gleichzeitig werden die Ohrläppchen durchbohrt. Nach Ablauf des Monats zieht es in ein anderes Haus, in dem es fortan ungehindert Freundinnen und Männer zum freien Verkehr empfangen darf, bis es in ein Klubhaus eintritt oder heiratet. Zur Zeit der Menstruation ziehen Frauen und Mädchen in besondere Bluthäuser, die für die Männer streng tabu sind. - Das äußere Leben der J.leute wird durch eine große Anzahl Förmlichkeiten geregelt. Die Toten werden auf besonderen Friedhöfen zum Teil in Steinkistengräbern mit vielen Beigaben bestattet. Vornehme erhalten besonders schön ausgeführte Grabdenkmale (Steinsetzungen). Nur die milinai dürfen die Toten begraben. Das eigentliche Totenfest (Geisterversöhnung) findet drei Jahre nach dem Tode statt. - Das Erbrecht ist dasselbe wie auf den Palauinseln. Auch hier ist die Erbfolge im Gegensatz zur Verwandtschaftsfolge vaterrechtlich. Gewisse Abgaben, Gerechtsame, die am Grundbesitz haften, gehen allerdings auf den Totemgenossen (den Bruder) über. - Die Eingeborenen betreiben regelrechten Landbau mit Düngung. Taro und wilder Ingwer (reng) wird in Gruben, Yams und Süßkartoffeln auf Feldern angebaut, Kokospalmen und Bananen werden beliebig gepflanzt. Daneben besteht Sammelwirtschaft (Einsammeln mehlhaltiger Früchte). Ferner hält man Schweine, Hunde und Hühner und jagt gelegentlich die Varaneidechse, den galuf. Im übrigen betreibt man eine wohlausgebildete Fischerei mit Angeln, Netzen, Reusen, Buhnen und Wehren. Als Genußmittel dienen Betel und Tabak, die von den Eingeborenen angebaut werden. - Im Verkehr mit den Europäern bedienen sich die Eingeborenen des deutschen Geldes; unter sich benutzen sie alteinheimische Münzen. Am interessantesten sind darunter die Geldsteine (fä). Sie bestehen aus Arragonit, sind kreisrund bis oval, in der Mitte durchbohrt und haben einen Durchmesser von wenigen Zentimetern bis zu 3 Metern. Sie wurden früher von den Palauinseln (Airai und Pililiu) auf Flößen herbeigeschafft. Heute benutzt man europäische Fahrzeuge. Daneben gibt es noch Matten, Perlmutter-, Spondylus- und Tridacnamuschelgeld. Jedes hat eine ihm allein eigentümliche Form, Währung und Geltung. - In den religiösen Anschauungen überwiegt der Kult der Vegetationsdämonen. Die Welt wird (s. Truk usw.) in vier Abteilungen eingeteilt: 1. den obersten Sitz des höchsten Gottes niyenyen; 2. den Himmel; 3. die Erde; 4. die Unterwelt. Diese Abteilungen sind mit Göttern bevölkert, die den gleichen Namen wie in den Zentralkarolinen führen, jedoch nicht verehrt werden. Das geschieht mit den Vegetationsdämonen, die in den einzelnen Landschaften verschiedenen Rang und demgemäß Ansehen haben. Alle Dämonen haben besondere Priester, polui, welche die höchste Klasse bilden und noch über den höchsten Häuptlingen stehen. Jede Landschaft hat außerdem einen Schutzgott, der besonders verehrt wird. Am angesehensten ist unter ihnen Gutheri von Rul, am bedeutungsvollsten Yongelap von Gatschapa geworden. - Der Yongelapkult ist f ür die Karolinen, Marshall- und Guilbertinseln unendlich wichtig gewesen. Er hielt den Verkehr der einzelnen Inseln (s. Schifffahrt der Eingeborenen) untereinander aufrecht. Obschon Yongelap in J. selbst nicht das höchste Ansehen genießt, ist sein Kultplatz Numerui in Gatschapa zu einer Art Vatikan der Karolinen geworden. Sein Oberpriester nimmt ungefähr die Stellung eines Papstes ein. Auf den Koralleninseln wurde er zum Schutzgott der Seefahrer. Tarawa (Guilbertinseln) war einst sein östlichster Kultplatz, heute befindet er sich in Truk. Die Bewohner der Landschaft Gagil in J. (Gatschapa, Oneang, Rikan) betrachten daher den Grund und Boden der Zentralkarolinen als ihr Eigentum. Die Zentralkaroliner, die pim'adau, sind darum in J. miliuai und dürfen hier keinen Kamm tragen. Bei den Einwohnern der genannten Dörfer kann man heute noch den Namen ihrer Grundstücke auf den Koralleninseln erfahren. Die pim'adau zahlen ihren Herren Tribut, der jährlich in Form von gewebten Matten, Reng (Gelbwurz), Schmucksachen usw. nach J. gebracht wird. - Die Kleidung ist einfach. Die Männer tragen einen Maro aus zusammengefalteten Matten oder Baumwollstoff und darüber einen meist rotfarbenen, schweifähnlichen, lockeren Hibiskusgürtel; die Frauen bekleiden sich mit reifrockähnlichen Gras- und Bastschürzen, von denen 3-7 übereinander getragen werden. Schmucksachen sind spärlich und werden sämtlich von den Zentralkarolinen und Ngulu her eingeführt. Männer stecken das Haar mit einem Stäbchenkamm auf, Frauen tragen es in einen Knoten geschlungen. Der charakteristische Schmuck der Frauen besteht in einem Haarhalsband, das mit Klunkern in den Nacken und auf die Brust herabhängt. Beide Geschlechter tragen am Körper eine große Anzahl Amulette mit sich. Ein steter Begleiter ist der Betelkorb, in dem das übliche Betelgerät, Tabak, Messer und andere Kleinigkeiten mitgenommen werden. Männer tragen meist auf der Schulter einen Dächsel mit sich herum. -Die J.leute wohnen in Gehöften, die zierlich mit lebenden Hecken eingefaßt sind. Mehrere Höfe bilden ein Dorf; die Dörfer sind durch vorzügliche, zum Teil gepflasterte Wege miteinander verbunden. Die freien Dörfer liegen meistens an der Wasserseite, die unfreien im Innern der Insel. Die Häuser sind auf sechsseitigen niedrigen Steinwerften errichtet und bestehen aus kräftigem Rahmenwerk, das mit sauber gebundenen Bambusstabwänden ausgefüllt wird. Auch der Boden wird mit solchem Material belegt; an den Giebelseiten lehnen sich Vorbauten an das eigentliche Haus an. Die Häuser sind mit hohen, an den Giebelseiten weit vorstehenden Satteldächern aus Palmblättern gedeckt, die an indonesische Vorbilder erinnern. Familienwohn- und Klubhäuser sehen gleich aus und unterscheiden sich nur in der Größe und der inneren Einrichtung. Das Rahmenwerk wird verdübelt, im übrigen wird alles gebunden. Besonders kunstvoll sind namentlich die Bindungen in den für verheiratete Frauen verbotenen Klubhäusern (febai), deren Dach von schweren, in einer Doppelreihe angeordneten, säulenähnlichen Stämmen getragen wird. Die Rahmenbalken sind vielfach mit schwarzweiß ausgemalten Reliefornamenten versehen. -Außerdem gibt es Vorrats-, Koch-, Menstruationsund Bootshäuser. - Als Verkehrsmittel verwendet man Floß und Kanu. Das erste besteht aus zusammengebundenen Bambusstäben. Das Kanu ist ein einfaches Auslegerboot mit einem Schwimmer. Es gibt drei Arten, die sich in ihrem Steven unterscheiden: das Gabelschwanzkanu, das Mondsichelund das Trogkanu mit plattem Steven. Die ersten beiden sind Paddel- und Segelboote, die auf Reisen, beim Fischfang und auf Kriegszügen benutzt werden, das dritte ist ein Lastenfahrzeug und wird gepaddelt oder mit Stangen vorwärts bewegt. Die Boote sind bemalt und besitzen Zierate, die als Kult- und Kriegssymbole Geltung haben. - Musikinstrumente fehlen; Tänze werden zu Kultzwecken abgehalten. Sie sind sehr farbenprächtig und werden mit Gesängen begleitet. Der Tanzstab ist das wichtigste Tanzgerät; die Tanzmaske ist zum Kinderspielzeug geworden. - Waffen sind heute nicht mehr im Gebrauch. Früher benutzte man schwarz bemalte Zackenspeere aus Holz, Rochenstachelspeere und Schleudern. Auch soll die Speerschleuder verwendet worden sein. - Als Handwerksgeräte benutzt man heute europäisches Eisenwerkzeug. Auch das Kochgerät wird allmählich durch europäisches oder ostasiatisches ersetzt. - Seilerei, Töpferei und Weberei werden als Industriezweige gepflegt. Nur die miliuai üben die letzten beiden aus, und zwar wird die Töpferei in besonderen Hütten von nackten Frauen betrieben. Die Töpfe (flache Schüsseln) werden in Klopftechnik ausgeführt und hernach im offenen Feuer gebrannt. - Die Männer sind in der Steinbildhauerei erfahren und haben darin manche Kunstleistung aufzuweisen.

Thilenius, Hambruch.

5. Bevölkerungsstatistik. Die Eingeborenenbevölkerung der Insel wird auf 8-9000 Personen geschätzt. An Weißen leben daselbst außer den Beamten des Gouvernements und den Angehörigen der Mission die Angestellten der Deutsch-Niederländischen Telegraphengesellschaft, der Großstation für drahtlose Telegraphie, der West-Karolinen- Gesellschaft m.b.H. und einige weiße sowie japanische Händler. Die Gesamtzahl der weißen Bewohner auf J. dürfte 40 nicht überschreiten.

6. Europäische Unternehmungen und Verwaltung. Eigentliche europäische Unternehmungen, namentlich Plantagen, bestehen auf J. nicht, denn das verheerende Auftreten der Schildlaus hat zur Anlegung von Kokosnußpflanzungen nicht ermutigt. Die einzige größere Gesellschaft, die auf J. tätig ist, ist die WestKarolinen-Gesellschaft m.b.H.(s.d.), die daselbst Handel treibt und auf einzelnen Inseln der Westkarolinen sich auch mit Plantagenbau befassen will. Bemerkenswert sind die Anlagen der Deutsch- Niederländischen Telegraphengesellschaft, die hier eine große Kabelstation geschaffen hat, sowie der Großstation für Drahtlose Telegraphie, die von der deutschen Betriebsgesellschaft für drahtlose Telegraphie errichtet wurde. Es münden hier die Kabel von Schanghai, Guam und Menado (Holländisch-Borneo) ein, und die Großstation für drahtlose Telegraphie vermittelt den Anschluß mit den übrigen wichtigeren Plätzen der deutschen Südsee, so mit Angaur (Palauinseln), Nauru (Marshallinseln) und in nächster Zeit mit Bitapaka auf Neupommern und damit mit der Zentrale (Rabaul) von Deutsch-Neuguinea. Die Insel J. ist auch Poststation und für den Auslandsverkehr geöffnet. Es laufen hier sowohl die Schiffe der Austral-Japan-Linie vierwöchentlich vor, wie auch sechsmal im Jahr der Reichspostdampfer "Germania" der Jaluit-Gesellschaft (s. Deutsch-Neuguinea 16. Verkehrswesen). Der Handel auf der Insel ist, da die Kopraproduktion der Eingeborenen infolge der Schildlauskrankheit sehr nachgelassen hat, verhältnismäßig unbedeutend. Außer Kopra kommen noch in geringem Umfang Muscheln, Trepang und Schildpatt in Frage. Die Insel J. gehört zum Bezirk der Westkarolinen und ist Sitz des Bezirksamtmanns dieses Verwaltungsbezirks. Auch das Bezirksgericht für die Westkarolinen befindet sich in J., desgleichen das Standesamt, Strandungsamt sowie Seemannsamt. Alle diese Ämter werden vom Bezirksamtmann im Nebenamt wahrgenommen. Für die Ausübung des Gesundheitsdienstes ist ein Regierungsarzt und ein Heilgehilfe auf J. stationiert. Sowohl für die Europäer wie auch für die Eingeborenen ist je ein Krankenhaus auf der Insel eingerichtet worden. Regierungsschulen bestehen auf der Insel nicht, dagegen unterhält die katholische Mission, die in J. ihren Hauptsitz für die Westkarolinen hat, die erforderlichen Ein- geborenenschulen. Krauß.

Literatur: G. Volkens, Einige Ergebnisse einer Reise nach den Karolinen u. Marianen. Verh. des 13. deutschen Geographentags zu Breslau 1901, S. 167 ff. - A. Krämer, Studienreise zu den Zentral- und Westkarolinen. Mitt. a. d. d. Schutzgeb. XXI. - P. Salesius, Die Karolineninsel Jap. Berl. 1907. - Müller, Jap. Hamb. 1914. - Deutsche Seekarte Nr. 109. - Ergebnisse der Südseeexpedition der Hamburgischen wissenschaftlichen Stiftung, 1914 ff.