Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 162

Kaka, Bantustamm auf der Hochfläche von Südkamerun, an den Flüssen Dume und Kadei. Sie sind nahe verwandt mit den Maka (s.d.) und mit den Gokum. Die Sprache hat viele Anklänge an die der Mabea und Ngumba an der Küste. Die Häuptlinge der K. haben wenig Einfluß; jeder Besitzer von mehreren Weibern ist sein eigener König. Im allgemeinen sind sie fleißig und sauber, ihre Kulturen sind schön und zahlreich. Teilweise haben die K. schon europäische Stoffe als Kleidung. angenommen. Die Gebiete der K. liegen auf der Grenze von Urwald und Parklandschaft. Die Gegend ist flach hügelig bis eben, die Wasserläufe haben breite sumpfige Talsolen und führen stark eisenhaltiges Wasser. Die Flüsse sind noch außerhalb des Urwaldes mit einem breiten Gürtel von Galeriewald umgeben. Zwischen Dume und Kadei liegt die Landschaft Besimbo, nördlich davon Nambalo und am Kadei Baturi mit der Ortschaft des Häuptlings Baturi, einem Sultan, der früher unter Ngaundere stand. In letzterem Dorf sitzen viele Haussa, die die Bewohner in Sitte und Kleidung sehr beeinflußt haben. Der nördlichste Ort der K. ist Beri mit einer Faktorei der Gesellschaft Südkamerun.

Passarge-Rathjens.