Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 167

Kalk ist in Form mehr oder minder reiner Kalksteine, von Marmor, Schwarzkalk, Korallenkalk, Steppenkalk usw., in Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Neuguinea und den meisten Südseeinseln sehr verbreitet, dagegen in Kamerun und Togo nur äußerst spärlich vorhanden. In Togo ist nur ein einziges zur Mörtelbereitung abgebautes Lager bei Tokpli am Monufluß bekannt; aus Kamerun sind gewinnbare Mengen bisher ebenfalls nur an einer Stelle am Hossere Bidjar bekannt geworden. Die im stark gefalteten und aufgerichteten Urgebirge (Gneis, Kristalline Schiefer) eingeschalteten Kalklager in Deutsch-Ostafrika und besonders in Deutsch-Südwestafrika sind mehr oder minder grobkristallinisch und werden als Marmor bezeichnet (s.d.). Der Wert des in Togo bei Tokpli gewonnenen K. betrug 1911 2200 M (65 Tonnen Förderung). In Deutsch-Südwestafrika wird ein Kalkofen betrieben mit den Kalken der Namaformation.

Gagel.