Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 234

Kara, Fluß in Nordtogo, linker Nebenfluß des Oti. Seine Quellbäche entspringen in Ober-Dahomé zwischen Semere und Djougou. In seinem Oberlauf fließt er in westlicher Richtung, zunächst südlich an Semere vorüber, wo er eine Strecke weit die Grenze zwischen deutschem und französischem Gebiet bildet, sodann der Südgrenze des Kaburegebietes entlang; von Norden her treten der Gebirgsstock von Ssírka und das Ánimagebirge, von Süden her der Gebirgsstock von Djamdé ziemlich nahe an den K. heran. Von Pesside aus schlägt er zunächst eine nordwestliche, später wieder eine westliche Richtung ein. In seinem Unterlauf durchfießt er das Konkombagebiet und mündet bei Siëga in den Oti. Während der K. bei Semere nur etwa 30 m breit ist, beträgt seine Breite bei Pesside schon 120-150 m. Sein Bett ist dort felsig und 3 m tief eingerissen. Als Wasserstraße hat der K. keinerlei Bedeutung.

v. Zech.