Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 247

Kasuare, Casuariidae, große Vögel mit verkümmerten Flügeln, hühnerartigem Schnabel, einem helmartigen Hornaufsatz auf dem Kopfe und zerschlissener, haarartiger Befiederung. Schwanzfedern fehlen; im Flügel stehen einige steife, stachelartige Schäfte; von den drei Zehen hat die innere eine sehr lange und gerade Kralle. Man unterscheidet gegenwärtig 20 Kasuararten, die Neuguinea, Neupommern, Nord-Queensland, die Aruinseln und die Insel Ceram bewohnen und sich durch die Form des Helmes, die Lappen am Halse und die Färbung des nackten Halses und Kopfes unterscheiden. In Kaiser-Wilhelmsland lebt Casuarius aurantiacus, auf Neupommern C. bennetti. Die Kasuare leben im dichten Walde und nähren sich von Pflanzen und Früchten, nebenher von Insekten und kleinen Wirbeltieren, auch Fischen. Durch Schlagen mit den ungemein starken, mit langen Krallen bewehrten Füßen können die Kasuare auch dem Menschen gefährlich werden. (Hon. W. Rothschild, A Monograph of the Genus Casuarius, Transactions of the Zool. Society, London, Vol. 15, 1900).

Reichenow.