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Katechumenen, bei den christlichen Missionen (den evangelischen und
den katholischen) Bezeichnung für die Taufbewerber, die ein
Vorbereitungs-
und Prüfungsstadium, das sog. Katechumenat
durchmachen müssen, bevor sie zur Taufe zugelassen und in die
christliche
Gemeinde aufgenommen werden. Durch diese Einrichtung sollen einerseits
unwürdige Elemente von der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen werden,
andrerseits die Bewerber erst die notwendige Vorbereitung erhalten. Dies
geschieht außer durch die regelmäßige Seelsorge und die Gemeindepredigt
durch besondere Veranstaltungen, z.B. durch (katechetischen) Unterricht
über das Wesen des Christentums und seine Glaubens- und Sittenwahrheiten
u.a. Die Zeit der Vorbereitung ist sowohl unter den evangelischen
Missionsgesellschaften
wie in der katholischen Mission
verschieden.
Je mehr bei ersteren die Verbindung zwischen den einzelnen
Gesellschaften
zunimmt, ist auch in diesem wichtigen Teil der Volkserziehung für die
einzelnen Länder eine Übereinstimmung zu erwarten. In den Statistiken
der meisten Missionsgesellschaften werden die
K. mit aufgeführt, aber sie sind als erst angehende Christen in die
Ziffern
der christlichen Eingeborenen nicht aufzunehmen.
Literatur: O. Warneck, Evangelische Missionslehre, 3. Abt.,
2. Hälfte. Gotha 1900, 251 ff.
Mirbt. |