Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 249

Kath, Catha edulis Forsk, Strauch aus der Familie der Celastraceen, heimisch im abessinischen Hochland und auf den ostafrikanischen Gebirgen (z. B. WestUsambara und Njassahochland). Die frischen Blätter werden gekaut, namentlich in Arabien, wo die Pflanze im Yemen kultiviert wird, in Abessinien, im Keniagebiet usw. Auch wird bisweilen der Teeaufguß genossen. In den letztgenannten Gebieten werden die Kathblätter als Anregungsmittel - ähnlich wirkend wie Cocablätter und Kolanuß (s.d.) - hochgeschätzt. Als wirksamer Bestandteil gilt ein spezifisches Alkaloid (Katin).

Literatur: Warburg in Semlers Tropische Agrikultur, 2. Aufl., Bd. 1, 1897 S. 587. - A. Beitter, Pharmakognogtisch- chemische Untersuchung der Catha edulis, Straßb. i. E. 1900 (daselbst Abb. u. zahlreiche Lit.-Angaben). - Tropenpflanzer 1911 S. 510.

Busse.