Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 250 ff.

Kautschuk (s. farbige Tafeln u. Tafel 95, 96).

1. Vorbemerkung. 2. Die K.pflanzen. 3. Anbau in den Schutzgebieten. 4. K.gewinnung. 5. Behandlung des Roh-K.s im Ursprungslande. 6. Physikalische und chemische Eigenschaften des K.s. 7. Vulkanisation des K.s. 8. Verwendung des K.s und Weltproduktion.

1. Vorbemerkung. K. ("Gummi elasticum", auch - "Gummi" schlechthin, franz. caoutchoue, engl. rubber) ist eine aus dem Milchsaft zahlreicher Gewächse, der "Kautschukpflanzen", abgeschiedene, zu der Gruppe der Kohlenwasserstoffe gehörige Substanz (spezifische Eigenschaften s. u.). Schon Kolumbus soll mit dem Kautschuk auf Haiti bekannt geworden sein; die ersten wissenschaftlichen Berichte über dieses Produkt und seine Gewinnung gelangten um die Mitte des 18. Jahrh. nach Frankreich, und bald darauf setzte auch die technische Verwertung des K. in Europa ein.

2. Die K.pflanzen lassen sich ihrem äußeren Habitus nach in drei Gruppen einteilen: Bäume, Lianen und Sträucher. Die Unterscheidung zwischen Lianen und Sträuchern ist nicht immer scharf ausgeprägt (s.u.). I. Bäume.
1. Der Para- K.baum, Hevea brasiliensis (aus der Familie der Wolfsmilchgewächse, Euphorbiaceae) (s. farbige Tafel ) liefert den Para- oder Hevea-K., den besten K. der Welt. Er ist ein Urwaldbaum (Beschreibung und Abbildung des Baumes und seiner Teile in der Spezialliteratur) des ganzen südlichen Amazonasgebietes, sowie des südlichen Venezuelas und Guyanas und besonders häufig in periodischen Überschwemmungsgebieten daselbst. Er verlangt hohe, gleichmäßige Temperatur, hohe Luftfeuchtigkeit und eine jährliche Niederschlagsmenge von mindestens 2500 mm. Längere absolute Trockenperioden sagen ihm nicht zu. Seine Kultur ist an die engere Tropenzone gebunden, soweit sie diesen Anforderungen entspricht. Hevea brasiliensis wird - neben anderen, weniger wichtigen Heveaarten - in ihren Heimatländern in wildem Zustande ausgebeutet, in anderen Gebieten ist sie mit großem Erfolg in Kultur genommen. So vor allem auf der Halbinsel Malakka, den großen Sundainseln, Ceylon, in Vorderindien usw. (Bedeutung dieser Produktion für den Kautschukweltmarkt sowie Anbau in den deutschen Schutzgebieten s.u.).
2. Der Ceará-K.baum, Manihot Glaziovii (a. d. Fam. der Euphorbiaceen), portugies. "Maniçoba" (s. farbige Tafel u. Tafel 95; weitere Abbildungen bei Warburg, Zimmermann usw.), liefert den Ceará- oder Manihot-K. Er ist beheimatet in den brasilianischen Staaten Ceará, Rio Grande del Norte und Parahyba und findet sich dort sowohl in den Steppen nahe den Flüssen bei 1250 mm jährlichem Regenfall, als auch im Gebirge bei mehr als 2500 mm Regen. Alle diese Gegenden sind durch scharf geschiedene Regen- und Trockenperiode ausgezeichnet. Daher verträgt Manihot Glaziovii auch in der Kultur (bei Zimmermann) ausgedehnte Trockenzeiten. Auch bezüglich des Bodens stellt diese Art weit bescheidenere Ansprüche, als Hevea. Ausbeutung in den Heimatsländern von wilden Beständen; daneben auch Anbau im Staat Ceará. In zahlreichen Tropengebieten in Kultur genommen, hat Manihot Glaziovii jedoch nicht annähernd dieselbe Bedeutung für die Weltproduktion erlangt wie Hevea. Am stärksten hat sich der Anbau im tropischen Ostafrika entwickelt, vornehmlich in Deutsch-Ostafrika (s.u.). Genaueres über Verbreitung und Erfolge der Kultur in den einzelnen Anbaugebieten findet man bei Zimmermann. Drei andere Manihotarten, aus den brasilianischen Staaten Piauhy und Bahia stammend: M. dichotoma, M. heptaphylla und M. piauhyensis, sind neuerdings ebenfalls in Kultur genommen worden, haben jedoch im allgemeinen weniger befriedigende Ergebnisse geliefert, als M. Glaziovii.
3. Die Castilloa, Castilloa elastica (a. d. Fam. der Moraceen), in Mexiko Ule oder Hule, in PaNama und Südamerika Caucho (auch "Caucho negro") genannt; "Caucho" heißt allgemein auch der von Castilloa gelieferte K. (Beschreibung und Abbildung des Baumes und seiner Teile bei Hooker, Warburg, Kuijper.) Natürliches Verbreitungsgebiet ist vom mittleren Mexiko (22° n. Br.) bis ins Innere von Bolivien (15° s. Br.). Die Kultur dieses Baumes (darüber Koschny, Sapper, Warburg, Ludewig, Semler, Fesca, Kuijper), die sich im wesentlichen auf die Heimatländer, vor allem Mexiko konzentriert hat, ist für die deutschen Schutzgebiete nahezu gegenstandslos geworden, da sie in den afrikanischen Kolonien durch Schädlinge im Keime erstickt wurde, in der Südsee aber, wo ernstliche Hindernisse nicht vorhanden sind, zugunsten des Anbaues von Hevea seit einigen Jahren nicht mehr ausgedehnt wird. (Über die Ausdehnung der Kultur in Samoa und Neuguinea s.u.)
4. Der "Gummibaum" unserer Gewächshäuser und Zimmergärten, Ficus elastica (a. d. Fam. der Moraceen); liefert den Ficus-K. Er ist heimisch in Britisch- Indien (u.a. in Sikkim, Assam Burma), auf der Halbinsel Malakka und den Sundainseln (im malaiischen Sprachgebiet wird der Baum "rambong" genannt) und ein durch seine dichte, ausladende Krone, seine starken, weithin an der Erdoberfläche verlaufenden Bodenwurzeln und zahlreichen, herabhängenden Luftwurzeln ausgezeichneter, zu den Feigengewächsen gehöriger Urwaldbaum. In Assam steigt er bis zu 1000 m Mh. hinauf, wo das Temperaturmittel im Februar nur 8,8° C beträgt. Frost verträgt der Baum nicht. In der Kultur (bei Semler, van Romburgk, K. Busse, Fesca) soll er über 300 m Mh. nicht mehr gut gedeihen. Das Feuchtigkeitsbedürfnis ist höher als bei Manihot. Anbau wird vornehmlich in den Heimatländern, insbesondere auf den Sundainseln gepflegt, auch in Neuguinea und Samoa eingebürgert (s.u.). Die Konkurrenz der Hevea hat die Ausdehnung der Ficuskultur neuerdings mehr und mehr beeinträchtigt.
- 5. Andere Ficusarten: a) F. Vogelii liefert den "Saji"-K. Togos, auch "Togo-Lumps" genannt. Wird vornehmlich in wildem Zustande ausgebeutet und kommt für den Anbau (bei Volkens, Gruner) im Plantagenbetrieb nicht in Betracht. Dasselbe gilt von: b) F.Rigo in Neuguinea und c) F. Schlechteri in Neu-Kaledonien. Verschiedene sonstige Ficusarten liefern minderwertige Produkte, die hier und da zur Verfälschung von echtem K. herangezogen werden.
-6. Funtumia (Kickxia) elastica (s. Tafel 96) (a. d. Fam. der Apoeynaceen) liefert den Kickxia-K. Kameruns und den "Lagos-Silk-rubber". (Der Baum wird in der deutschen Literatur ausschließlich "Kickxia" genannt, in der fremdländischen vorwiegend "Funtumia"; letztere Benennung entspricht den Nomenklaturregeln der botanischen Wissenschaft.) Sie ist verbreitet in den Waldgebieten des tropischen Westafrikas, vornehmlich den am Golfe von Guinea liegenden Ländern, aber auch im zentralafrikanischen Walde bis nach Uganda hinein und bis zum Sambesi heimisch. Auf ihrem Vorkommen beruht der Kautschukreichtum Südkameruns. Die Ausfuhr von K. aus Kamerun (s.u.) besteht zum weitaus größten Teil aus dem Produkt der Kickxia. In der engeren Küstenzone Kameruns ist der Baum nicht vertreten, sondern wird hier durch Funtumia (Kickxia) africana ersetzt, deren Milchsaft wertlos ist. In Togo findet sich F. elastica wild nicht vor. Auf die Kultur dieses Baumes (bei Christy) wurden in Kamerun zu Anfang dieses Jahrhunderts große Hoffnungen gesetzt, die sich indessen nicht erfüllt haben. Man ist daher allmählich überall dort, wo Hevea gedeiht, zu deren Anbau übergegangen und hat auch in anderen Ländern die Kickxiakultur nicht weiter ausgedehnt. Durch die im Jahre 1913 eingetretene K.krisis hat auch die Ausbeutung der wilden Kickxiabestände Kameruns eine starke Erschütterung erlitten, deren Ausgang sich noch nicht absehen läßt.
- 7. Hancornia speciosa (a. d. Fam. der Apocynaceen), heimisch im tropischen Südamerika, liefert die "Mangabeira" (auch "Pernambuco-K.") (Näheres bei Warburg).
- 8. Verschiedene Sapiumarten (Fam. der Euphorbiaceen) aus Zentral- und Südamerika; ihre zum Teil minderwertigen Produkte sollen dem Hevea- K. Brasiliens beigemengt werden, andere Arten liefern den "Caucho blanco", wieder andere den "Columbian virgen", den "Touckpong" Britisch-Guyanas und den "Lechero" Ecuadors (Näheres bei Preuß und Fesca).
- 9. Mascarenhasia elastica (Fam. der Apocynaceen), die Stammpflanze des (minderwertigen) Mgoa-Kautschuks in Deutschund Portugiesisch-Ostafrika (hier "Nharasika" genannt) (bei Stuhlmann).
- 10. Dyera costulata (Fam. der Apocynaceae), ein Urwaldbaum der malaiischen Halbinsel, der Sundainseln und Neuguineas. Sein Produkt, "Jelutong" oder "Djelutong" genannt, enthält nur 8-15 % K., aber 25-40% eines in neuerer Zeit begehrten Harzes, für dessen Gewinnung er im wesentlichen ausgebeutet wird (Näheres Tropenpflanzer 1912, 212 ff). - Die unter 7-10 genannten Bäume kommen für den Anbau in den Schutzgebieten nicht in Frage, ebensowenig eine ganze Reihe anderer fremdländischer K.- Gewächse, die nur lokale Bedeutung haben und auf deren Aufzählung hier verzichtet werden muß.
- II. Lianen. 1. Landolphiaarten (Fam. der Apocynaceen), als Lieferanten von Wildkautschuk im tropischen Afrika von größter Bedeutung. Die wichtigsten Arten der deutschen Schutzgebiete sind: a) L. Kirkii in Ostafrika verbreitet, liefert nebst ihrer strauchförmigen Varietät L. dondeensis bei weitem den größten Teil des von dort exportierten Wildkautschuks, so die geschätzten Marken "Kilwa" und "Donde" (bei Warburg, Hallier, W.Busse); b) L.Stolzii, in Ostafrika (Njassahochland) (bei W. Busse); c) L. owariensis, vom tropischen Westafrika bis zum ostafrikanischen Seengebiet weit verbreitet; von ihr stammt die Hauptmenge des Togo-K., u. a. der vorzügliche Adele-K. Auch in Kamerun häufig (bei De Wildeman, Volkens, Gruner); d) L. Dawei (Carpodinus landolphioides), vom Kamerunberg bis Uganda vorwiegend in höheren Regionen zwischen 1000 und 1500 m; liefert u. a. den Manjongo-K. Kameruns (bei Chevalier); e) L. Heudelotii, im tropischen Westafrika sehr häufig, u. a. auch in Kamerun (bei Hua, Chevalier); f) L. Klainei, ebenfalls im Waldgebiete des tropischen Westafrikas (Südkamerun, Franz.-Kongo, Kongostaat) (bei de Wildeman). Die Landolphialianen, von denen namentlich in fremdländischen Gebieten noch zahlreiche andere Arten als Kautschuklieferanten in Betracht kommen, sind u. a. die Quellen des K.-Reichtums im belgischen Kongogebiet und in Madagaskar. Von ihnen stammen die auf dem Weltmarkt hochgeschätzten Marken des Kongo, wie "Kassairouge" u. a. m. - Die Kultur dieser Lianen, auf die man eine Zeit lang große Hoffnungen setzte, hat sich im großen und ganzen nicht bewährt (Ausnahme in den Schutzgebieten nur L. Stolzii). Abgesehen von den Schwierigkeiten der Anzucht im schattigen Walde, stellt namentlich die Langsamkeit des Wachstums ein ausschlaggebendes Hindernis dar. An eine Rentabilität ist dabei nicht zu denken. - 2. Clitandra- und 3. Carpodinusarten, beide aus d. Fam. der Apocynaceen, in West- und Ostafrika verbreitet, treten an Bedeutung wie an Qualität der Produkte hinter den Landolphien zurück, werden aber u. a. in Kamerun und DeutschOstafrika ausgebeutet. III. Sträucher. Verschiedene strauchförmige Landolphia- und Carpodinus-Arten werden im Kongostaat, in Angola und Mozambique auf den K. ihrer Wurzeln und Rhizome ausgebeutet. Die Produkte werden als "Wurzelkautschuk" ("Caoutchoue des herbes") bezeichnet. Das Gewinnungsverfahren (vgl. Baum-Warburg und de Wildeman, Miss. Laur., beide mit Abbildungen) führt zur Ausrottung der betreffenden Gewächse. In Deutsch-Ostafrika ist die Herstellung von Wurzel-K. deshalb verboten. -Zu den strauchigen K.-Gewächsen gehört ferner die Stammpflanze des mexikanischen Guayule-K., Parthenium argentatum (Fam. der Kompositen) (Abbildung bei Endlich). Die Guayulepflanze ist ein, 20-100 cm, durchschnittlich 40-45 cm hoher Strauch, der in Nordmexiko und den angrenzenden Teilen von Texas bei 900-1700 m Mh. in kühlem und trockenem Klima häufig ist. Im durchschnittlichen Alter von 10 Jahren werden die Sträucher über der Wurzel abgeschnitten, und der K., der sich in allen Teilen der Pflanze findet, wird nach verschiedenen chemischen und mechanischen Verfahren (vgl. Endlich, Fesca) extrahiert. Ausbeute 7-10 % K. Die Kultur wird versucht; ob sie rentabel ist, steht noch dahin. Für die Schutzgebiete kommt sie nicht in Betracht.

3. Anbau in den Schutzgebieten. Bezüglich des Anbaues der K.- Pflanzen und ihrer Krankheiten und Schädlinge muß auf die umfangreiche Spezialliteratur verwiesen worden. Bei Neuanlagen von K.Pflanzungen ist in jedem Falle die Rentabilitätsfrage vorher eingehend zu prüfen. Denn die neuerdings stark angewachsene Produktion von Para - K. in den asiatischen Kulturgebieten (s.o. I, 1) hat zurzeit eine K.krisis auf dem Weltmarkt hervorgerufen, deren Folgen noch unübersehbar sind. Zweifellos ist aber mit einem dauernden Tiefstande der Preise in Zukunft zu rechnen. Hohe Gestehungskosten schließen dabei die Produktion der geringerwertigen Sorten (s.u.) in Plantagenkultur aus und schränken auch die der höherwertigen bis zu einer gewissen Grenze des Rentabilitätskooffizienten ein. Das ist angesichts der Arbeitslöhne namentlich in den deutschen Schutzgebieten zu beachten. - Die bebaute Fläche in den Schutzgebieten (Europäerplantagen) betrug im Jahre 1913:

(Weiteres im Amtl. Jahresber. 1912/13, Plantagenstatistik.)

Ausfuhr von Kautschuk (Plantagen- und Wildkautschuk) aus den Schutzgebieten im Jahre 1912:

Ostafrika
rd.
1203400
kg i. W. v. rd.
8390.200 M
Kamerun
rd.
2811000
kg i. W. v. rd.
11472.200 M
Togo
rd.
165760
kg i. W. v. rd.
975.700 M
Neuguinea
rd.
23830
kg i. W. v. rd.
162.900 M
Samoa
rd.
12170
kg i. W. v. rd.
110.750 M

Unter dem Einfluß der Kautschukbaisse werden voraussichtlich die Ausfuhren aus den Schutzgebieten - sowohl in Menge wie in Wert -zukünftig starke Verschiebungen erleiden. Denn selbstverständlich wird auch die Produktion von Wildkautschuk durch den Preisrückgang empfindlich berührt. Letztere steht aber in Kamerun und Togo bei weitem im Vordergrund; in Deutsch- Ostafrika macht sie etwa 1/6 der GesamtKautschukproduktion aus (Einzelheiten im Amtl. Jahresber. 1912/13, Handelsstatistik).

4. K.gewinnung. Der K. findet sich - ähnlich wie das Butterfett in der Kuhmilch - fein verteilt in dem Milchsaft - auch Latex genannt - den die K.- Pflanzen in den Milchsaftröhren führen. Über den Gehalt der Milchsäfte verschiedener K.-Pflanzen an K. vgl. Fesca. Die Milchröhren verlaufen vornehmlich senkrecht in der Binde, sind meist mehr oder weniger verzweigt und durch die Verzweigungen benachbarter Röhren miteinander verbunden (sie "anastomosieren") (Abbildungen u. a. bei .V. Simon und Zimmermann). Eine Ausnahme in dieser Hinsicht bildet z.B. Ficus elastica. (Näheres über Art und Verlauf der Milchsaftröhren und Bedeutung des Milchsaftes bei Kniep, Fitting, V. Simon.) Um den Milchsaft zum Austreten zu bringen, muß man die Binde und gleichzeitig die Milchsaftröhren verletzen, sie "anzapfen". Dieses geschieht je nach Art der K.Gewächse und nach Art und Verlauf der Milchsaftröhren in sehr verschiedener Weise. Bei der Anzapfung muß die Pflanze im Interesse ihrer weiteren Entwicklung und Gesundheit und damit zugleich im Interesse der Nachhaltigkeit der K.Gewinnung möglichst geschont werden. Man hat andererseits auf einen möglichst reichen Ertrag an Milchsaft Bedacht zu nehmen. Diesen Forderungen haben Art und Richtung, Länge, Tiefe und Zahl der Schnitte sowie die Konstruktion der zum Anzapfen benutzten Instrumente zu entsprechen. Die am häufigsten angewandten Zapfmethoden und - verfahren sind folgende: 1. Der einfache Vertikalschnitt (nach Strunk), nur bei Funtumia benutzt (s. Tafel 96); 2. der einfache Horizontalschnitt (nach Berkhout), nur bei Ficus elastica angewendet (neben schräg verlaufenden Schnitten); hierbei werden nicht die sonst üblichen Zapfmesser (s. u.), sondern breitschneidige Hackmesser benutzt (bei Busse); 3. der V- Schnitt, wobei zwei, in Gestalt eines V geführte und unten miteinander verbundene, je 5-30 cm lange Schnitte angebracht werden; 4. der Grätenschnitt (s. Farbige Tafel Para- Kautschukbaum), neben 5. am meisten verbreitet. In einen horizontalen Kanal münden von beiden Seiten in der Form einer Fischgräte schräg geführte, parallele Seitenkanäle ein; bei 5., dem halben Grätenschnitt, werden letztere nur an einer Seite angebracht; 6. der Spiralschnitt, die Stammoberfläche in mehr oder weniger größerer Ausdehnung überziehender, in einem Winkel von 2545° ansteigender Schnitt, der in verschiedener Zahl und wechselndem Abstand wiederholt wird. Ruft bei großer Ausdehnung und Häufung erhebliche Ernährungsstörungen hervor. Besser daher: 7. der Halbspiralschnitt, wobei die Hälfte des Stammumfanges geschont wird; die Halbspiralen münden in einen horizontalen Hauptkanal ein (Abb. zu 4-7 bei Wright, Christy u. a. m.); 8. die Lewa-Methode (s. farbige Tafel Ceara- Kautschukbaum) (nach. der Plantage Lewa in Ostafrika benannt), nur bei Manihot üblich: die Rinde des Baumes wird durch zahlreiche kleine, 8-10 mm lange Horizontalschnitte oder durch Stiche verletzt; Größe und Orientierung der Zapfflächen verschieden (Näheres mit Abb. bei Zimmermann); 9. der Tangential schnitt, nur zur Wildkautschukgewinnung aus Lianen anwendbar und hierfür in Ostafrika allgemein benutzt. Durch flach verlaufende, in der Längsrichtung der Liane geführte Schnitte werden die oberflächlichen Gewebe der Rinde über kleinere Strecken entfernt; auf den Wundflächen tritt der Milchsaft aus und erhärtet alsbald (Abb. bei Christy Fig. 6); 10. der Ringschnitt, in Südkamerun und im Kongogebiet zur Herstellung von Lianen-K. vielfach gebräuchlich: dabei erfolgt eine vorsichtige Ringelung von mäßiger Breite; der ausfließende Milchsaft wird in einem Gefäß aufgefangen (Abb. bei de Wildeman, Miss. Laur. V Fig. 119). - [In Kamerun wird Lilanen-K. auch gewonnen, indem man die Lianen abhaut, sie in 1-1,5 m lange Stücke zerschneidet, und die Rinde abzapft oder aber sie verrotten läßt ("mazeriert"), zerklopft und den inzwischen fest gewordenen K., ähnlich wie bei der Bereitung von Wurzel-K. (s. o.), mechanisch isoliert.] - Die unter 3-7 genannten Verfahren werden bei einigen K.-Gewächsen, namentlich Hevea und Castilloa, noch dahin ergänzt, daß man je einen Schnitt nach 1-2 Tagen durch einen zweiten, unmittelbar unterhalb des ersten verbreitert usf., bis die Schnittfläche eine gewisse Breite erreicht hat bzw. der Saftausfluß wieder abnimmt. Diese Methode u. a. durch Curtis Grätenschnitt (Abb. bei V. Simon Fig. 8, Cramer, Wright usw.) illustriert - beruht auf der "Wundreaktion", d. h. der Erscheinung, daß bei Erweiterung der Rindenwunden der Milchfluß infolge eines Reizzustandes anfänglich lebhafter und ergiebiger wird, um später wieder abzunehmen. - Eine andere Methode zur Vermehrung des Milchflusses und beträchtlicher Steigerung der Kautschukerträge bei Hevea, erfunden von Fickendey und im Jahre 1913 für den Landesfiskus von Kamerun patentiert, besteht darin, daß man die Außenrinde (Borke) vor dem Anzapfen über die gesamte Zapffläche abschabt, ohne die milchsaftführenden inneren Schichten zu verletzen. Auch hierbei wird ein Reizzustand hervorgerufen, der sich in den erwähnten Erscheinungen äußert. - Über die zahlreichen übrigen Modifikationen der vorstehend angeführten Methoden und Verfahren und über sonstige Arten der K.-Zapfung, sowie die Zapfmesser und sonstigen Zapfinstrumente vgl. die Spezialliteratur. Für die Anwendung gewisser Methoden ist u. a. ausschlaggebend, ob man den K. aus Milch gewinnen kann oder will oder in Form von "Scraps". Ersteres ist nur dann möglich, wenn der Milchfluß so reichlich ist, daß man die Milch in größeren Mengen auffangen kann. Dieses geschieht in Gefäßen, die am unteren Ende der Zapfkanäle aufgehängt werden. Wenn aber der Milchfluß hierfür nicht ausreicht, wie z.B. bei Manihot in Ostafrika im Gegensatz zu anderen Produktionsgebieten - und bei den ostafrikanischen Landolphien muß man die Milch auf der Rinde der Gewächse koagulieren lassen (s.u.) und den daselbst erhärteten Kautschuk ("Scraps") abnehmen. Auch bei Anwendung des Horizontalschnitts (s.o.) ist das Auffangen der Milch unmöglich. "Scraps" werden auch die Reste erhärteten K. genannt, die in den Zapfrinnen nach dem Abfluß der Hauptmenge der Milch entstehen. - Die Abscheidung des K. aus dem Milchsaft, d.h. die Vereinigung der K.-Partikelchen miteinander, bezeichnet man als "Koagulation" ("Koalisation"). Letztere erfolgt entweder spontan durch Wasserverdunstung - so z.B. bei Landolphia Kirkii und Manihot Glaziovii - oder sie muß künstlich befördert werden (letzteres ist übrigens im Plantagenbetrieb auch bei Manihot die Regel). A. Physikalische Verfahren: a) Verdünnung des Milchsaftes mit Wasser, u. a. bei Funtumia, Castilloa und Ficus angewendet; b) Zentrifugieren, bei Hevea in Ostasien auch unter Zusatz von Chemikalien; c) Erwärmen mit oder ohne Wasserzusatz, z.B. bei Funtumia-K. in Kamerun. B. Chemische Verfahren, viel mehr in Gebrauch als die physikalischen. Als Koagulierungsmittel (Literatur u.a. Zimmermann, Fickendey) werden verwendet: a) Säuren und zwar vorwiegend organische Säuren wie Essigsäure (in den Heveaplantagen Ostasiens viel benutzt), Ameisensäure, Zitronensäure usw. Letztere namentlich in Deutsch-Ostafrika bei der Lewa-Methode (s.o.) in Gebrauch (Benetzung der Rinde vor dem Anzapfen mit dem Saft von Zitronen oder verwilderten Orangen). Verschiedene organische Säuren und Gerbstoffe wirken gemeinsam bei Anwendung von Säften gewisser Pflanzen durch die Eingeborenen. Von anorganischen Säuren wird nur Fluorwasserstoffsäure (Flußsäure, "Purub") benutzt. b) Anorganische Salze, insbesondere Chlorkalzium, Baryumchlorid, Magnesiumchlorid und Magnesiumsulfat. c) Phenole und ihnen nahestehende Körper, so z. B. Karbolsäure (in Deutsch-Ostafrika mit Orangensaft gemischt verwendet), Kreosot, Gerbstoffe (Tannin u. a. m.). - Phenole dürften auch bei dem Räucherverfahren wirksam sein. Koagulierung durch Rauch allgemein üblich zur Gewinnung des echten Para-K. im Amazonasgebiet (Näheres bei Sandmann). Auch in den ostasiatischen Plantagengebieten sind stellenweise verschiedene Räucherverfahren in Gebrauch (bei Fesca). Das Räuchern bietet den Vorteil der gleichzeitigen Desinfektion und Verhinderung der Fäulnis der im Milchsaft vorhandenen Eiweißstoffe.

5. Behandlung des Rohk.s im Ursprungslande. Nur in den seltensten Fällen erhält der K. bei der Koagulierung zugleich endgültig diejenige äußere Form, in der er in den Handel kommt (so z. B. der "fine Para" im Amazonasgebiet [bei Sandmann]); meist wird er danach in bestimmte Formen gebracht, bisweilen auch vorher einer mehr oder weniger weitgehenden Reinigung unterzogen. Einfach herzustellende und daher viel gebräuchliche Formen sind: a) Bälle, diese Form bei den meisten Landolphiaprodukten üblich. Die Größe der Bälle wechselt; in verschiedenen Produktionsgebieten ist eine Maximalgröße behördlich festgesetzt, um den Nachweis von künstlichen Verunreinigungen oder Verfälschungen zu erleichtern (Kontrolle geschieht durch Aufschneiden); auch der ostafrikanische Manihot-K. kommt zumeist in Form von Bällen in den Handel; b) Würste, z. B. für den Südkameruner Funtumia-K. gebräuchliche Form (Herstellung bei Bücher); c) Blöcke wechselnder Größe; werden u. a. für Ficus-K. in Neuguinea und für (gereinigten) Hevea- und Manihot-K. in Ostasien und Ceylon gewählt; d) Ballen verschiedener Größe und Form, für Hevea- und Castilloa-K. in Südamerika charakteristisch, so z. B. die großen, fast tonnenförmigen Ballen von "fine Para"; e) Crepes entstehen, wenn man den Kautschuk zwischen geriefelten Stahlwalzen vom Wasser befreit; es sind "Felle" von 1-5 mm Dicke und wechselnder Breite und Länge mit rauher Oberfläche und daher schnell trocknend. Die dickeren Crepes, auch "Blankets" genannt, werden durch Zusammenpressen mehrerer dünner Crepe-Felle erhalten; f) Sheets sind glatte Felle von verschiedener Dicke und Größe, entstehend, indem man den K. glatte Walzen passieren läßt. Sie trocknen schwerer als die Crepes; g) Biskuits, runde Platten von wenigen Millimetern Dicke, gewonnen durch Koagulation des Milchsafts in runden Schalen, Auswaschen und leichte Pressung der K.-Kuchen; sie verschwinden mehr und mehr vom Markt; h) Worms, wurmförmige Walzen, durch Auspressen des frischen K. in besonderen Maschinen hergestellt; sie werden bisweilen auch zu Blöcken ("Block worms") lose zusammengepreßt. - Die unter b-h genannten Formen können nur aus Milch hergestellt werden, nicht aber aus Scraps; e-f werden auf Ceylon und der Halbinsel Malakka meist nach voraufgegangener, mehr oder weniger vollkommener Reinigung hergestellt. (Näheres KolBl. 1909 Nr. 5 und Gummizeitung 1914 Nr. 21.) Bei dem Reinigungsprozeß werden die in der K.-Milch enthaltenen fäulnisfähigen Stoffe (namentlich Eiweiß) zum großen Teil ausgewaschen. - Die Farbe des marktfähigen K. ist sehr verschieden -wechselnd zwischen hellgelb und braunschwarz, bisweilen mit stark rötlichem Einschlag - je nach Stammpflanze, Art der Aufbereitung, Reinheitsgrad und Einwirkung von Temperatur, Luft und Licht. An der Oberfläche wird der K. leicht klebrig (bei Fickendey). Für die Herstellung von K.-Waren wird der K. in den Fabriken mittels besonderer Maschinen zunächst gereinigt.

6. Physikalische und chemische Eigenschaften des K.s. (Näheres bei Hinrichsen und Memmler). Die wichtigste physikalische Eigenschaft des K. findet sich auch nicht in annäherndem Grade bei irgendeinem anderen Rohstoff wieder, nämlich die Elastizität. Diese ist bei gewöhnlicher Temperatur am größten; beim Abkühlen wird der K. fest und hart, beim Erwärmen auf 60° plastisch, weich und bei 100° C klebrig. Er verliert bei höheren Temperaturen seine Elastizität vollständig und schmilzt - je nach Art und Sorte -bei 120-200° C. Frische, reine und trockene Schnittflächen haften in der Kälte fest aneinander und schweißen vollkommen zusammen. Spezifisches Gewicht 0,90-0,96, nimmt mit steigender Temperatur ab. In Wasser und Alkohol unlöslich, teilweise löslich in Benzol, Benzin, Terpentinöl, Äther, Schwefelkohlenstoff. Reine K.Substanz hat die chemische Zusammensetzung C10H16; der "technisch reine", gewaschene K. enthält neben dieser Substanz noch mineralische Bestandteile, eiweißartige Stoffe und Harze. Der Gehalt an Harzen und deren physikalische und chemische Beschaffenheit sind bei den einzelnen Sorten sehr verschieden (Hinrichsen). Man hat in neuerer Zeit K. aus dem ihm chemisch nahestehenden Isopren und anderen verwandten Körpern synthetisch dargestellt. Ob dieser künstliche K. berufen sein wird, den Naturprodukten nennenswerte Konkurrenz zu machen, muß bei dem heutigen Stande der natürlichen K.-Produktion füglich bezweifelt werden.

7. Vulkanisation des K.s. Für die technische Verarbeitung muß der K. "vulkanisiert", d. h. mit Schwefel behandelt werden. Das geschieht entweder, indem man ihn in der Wärme mit feinem Schwefelpulver (für Weichgummiwaren 8-10%) innig mischt und unter Druck 1-2 Stunden auf 130140° C erhitzt oder aber den Rohkautschuk in der Kälte wenige Sekunden lang in eine 3%ige Lösung von Schwefelchlorür in Schwefelkohlenstoff taucht. Vulkanisierter K. ist selbst bei Temperaturen unter 0° und über 100° noch völlig elastisch. Hartgummiwaren enthalten etwa 33% Schwefel; Hartgummi wird etwa 12 Stunden erhitzt.

8. Verwendung des K.s und Weltproduktion. Die Verwendung des K. für Gegenstände des täglichen Lebens darf als bekannt vorausgesetzt werden; bemerkt sei nur, daß für gewisse Gegenstände, wie z. B. Eisbeutel und ähnliche weiche medizinische Gebrauchsartikel, ferner für die Fäden der Hosenträger und der "Gummizugstiefel" nur Para-K. verwendet werden kann. - Durch den gewaltigen Aufschwung der Elektrotechnik sowie die Ausdehnung der Fahrrad- und Automobilindustrie hat der Weltbedarf an K. in neuerer Zeit erheblich zugenommen. -Weltproduktion von Rohkautschuk 1890: 29330 t, 1912: 99000 t; Deutschlands Einfuhr 1890: 3889 t (31114 Mill. M), 1910: 33315 t (187,254 Mill. M) Deutschlands Verbrauch 1890: 3031 t (23,823 Mill. M), 1910: 23 179 t (136,331 Mill. M); Deutschlands Ausfuhr an K.Waren 1890: 24,6 Mill. M, 1910: 66,85 Mill. M

Literatur: (NB. Auf eine auch nur annähernd erschöpfende Nachweisung der wichtigeren Literatur mußte bei deren enormem Umfang verzichtet werden; im folgenden ist daher der Schwerpunkt auf die für die Schutzgebiete wesentlichen Arbeiten gelegt worden.) Zusammenfassende Werke: O. Warburg, Die Kautschukpflanzen und ihre Kultur, Berl. 1900. -Derselbe in Semlers Tropische Agrikultur, 2. Aufl., Bd. 2, 1900. - van Romburgh, Les plantes àCaoutchouc et à Guttapercha cultivées aux Indes Néerlandaises, Batavia 1903. Ehrhardt, Die geographische Verbreitung der für die Industrie wichtigen Kautschuk- und Guttaperchapflanzen, Angewandte Geographie Heft 9, Halle 1903. -Stuhlmann, Beiträge zur Kulturgeschichte von Ostafrika, Berl. 1909. Fesca, Der Pflanzenbau in den Tropen und Subtropen, Bd. III, Berl. 1911. - Hinrichsen und Memmler, Der Kautschuk und seine Prüfung, Lpz. 1910. - Spezialarbeiten: Hevea brasiliensis: H. Wright, Hevea brasiliensis or Para Rubber, 4. Aufl., Colombo und London 1912. - J. Petch, The Physiology and Diseases of Hevea brasiliensis, Lond. 1911. - Cramer, De Hevea Cultuur op het Maleische Schiereiland, Department van den Landbouw Suriname, Bull. Nr. 25, Paramaribo 1910. - Sandmann in Tropenpflanzer 1908, No. 9. - Castilloa: Hooker, On the Castilloa elastica of Cervantes, Transact. of the Linnean Society, Vol. II, Lond. 1886. - Koschny, Tropenpflanzer 1899, 243.; ebenda 1900, 174; ebenda Beihefte 1901. - Sapper, ebenda 1899, 583. -Ludewig, ebenda 1910, 510. Kuijper, Castilla en zijn cultuur, Department van den Landbouw Suriname, Bull. Nr. 27, Paramaribo 1912. - Ficus elastica: K. Busse, Tropenpflanzer 1906, 94. - van Gelder, ebenda 1911, 651. - Ficus Vogelii: Notizbl. Botan. Gartens u. Museums Berl. V (1908) 8. 59 ff. -Volkens, ebenda Append. XXII Nr. 3 (1910) S. 74. - Gruner, Amtsbl. f. Togo VIII (1913) S. 75. - Funtumia (Kickxia): elastica: Christy, The African Rubber Industry and Funtumia elastica, Lond. 1911. Preuß, Not. Blatt. Botan. Gartens u. Museums Berl. 11 (1899) S. 354. - Strunk, Tropenpflanzer 1906, 141. - Weberbauer, ebenda 1907, 827. - Fickendey, ebenda 1909 Nr. 5. Bücker, KolBl. 1910 Nr. 12 u. 13. - Sapium: Preuß, Expedition nach Zentral- und Südamerika, Berl. 1902. - Mascarenhasia elastica: Notizbl. Botan. Gartens u. Museums Berl. 11 (1899) S. 268 u. 111 (1900) S. 43. - Landolphia: de Wildeman, Mission Emile Laurent, Fasc. V, - Brussel 1907. (Mit zahlr. Abb.). - W. Busse, Tropenpflanzer 1901 Heft 9. - Ders., Engl. Botan. Jahrb. 32 (1902) S. 163. - Hallier, Über Kautschuklianen und andere Apocynaceen, Jahrb. Hamb. Wissensch. Anstalten XVII (1899), 3. Beiheft. - Volkens, Notizbl. Bot. Gart. Mus. Append. XXII Nr. 3, 1910. - Gruner, Amtsbl. Schutzgeb. Togo VIII (1913) Nr. 15. - Chevalier, Histoire d'une liane à Caoutchouc (Landolphia Dawei), Bull. Soc. Botan. de France 53 (1906) S. 17 (m. Abb.). - Hua et Chevalier, Les Landolphiges du Sénégal, du Soudan et de la Guinie française, Paris 1901. - Fickendey, Amtsbl. J. Kamerun 1911 Nr. 22. - Carpodinus und Clitandra: de Wildeman, Mission Laurent, S. o. - Derselbe, Notices sur des plantes utiles ou intéressantes ed la flore du Congo, Vol. II Fasc. II, Brüssel 1908. - Baum Warburg, Kunene-Sambesi-Expedition, Berl. 1903. - Parthenium argentatum: Endlich; Tropenpflanzer 1905 Nr. 5; ebenda 1907 Nr. 7. - Außerdem verschiedene Aufsätze anderer Autoren in den folgenden Jahrgängen des Tropenpflanzer. - Krankheiten und Schädlinge: Petch, Christy, Zimmermann, Kuijper. Tierische Schädlinge der K.pflanzen in den Schutzgeb.: Aulmann, Fauna d. deutschen Kolonien, Reihe V, Heft 5 (mit zahlreich. Abb.). - Verschiedenes: Gummizeitung, Berl. (ein vollständiges, sachlich geordnetes Literaturverzeichnis der Jahrg. 1886-1911 von B. Marzahn 1911 erschienen). - The India Rubber World. - Der Tropenpflanzer. - Verhandl. der Kautschukkommission des Kolonialwirtsch. Komitees. - The Tropical Agriculturist(Colombo). - Agricultural Bulletin of the Federated Malayan States. - Der Pflanzer (Daressalam). - Fickendey, Die sog. Koagulation des Kautschuks, Zeitschr. f. Chemie u. Industrie der Kolloide VIII, 1910 Heft 1. - Ders., Die Verhütung des Klebrigwerdens von Rohkautschuk, ebenda IX, 1911, Heft 2. - Ders., Zur Erklärung de Wundreflexes bei der Kautschukgewinnung, ebenda IX, 1911 Heft 3. - Hinrichsen, Über natürlichen und künstlichen Kautschuk, Ber. d. Pharmazeut. Gesellsch. 22 (1912) S. 531 ff. - Ältere Literatur in den angegebenen Spezialwerken.

Busse.