Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 257

Keaka, Stamm der Bantuneger der Bakundugruppe in Kamerun im Urwaldgebiet, südlich, des Kreuzflusses, etwa von der Station Mamfe an abwärts bis zum Mun- Aya. Sie sind nahe verwandt mit ihren Nachbarn rechts und links, den Obang (s.d.) und Ekoi (s.d.). Ihre Zahl wird auf 4500 geschätzt, sie ist seit den letzten Aufständen wohl sehr zurückgegangen. Die K. sind Hauptträger von geheimnisvollen religiösen Vorstellungen und Gebräuche und haben Gottesgerichte, Geheimbünde und Maskentänze. Die Klasse der Mboandunweiber genießt halbreligiöse Verehrung. Ziernarben und Zahnverstümmelung sind allgemein gebräuchlich. Die K. betreiben Ackerbau in großem Maßstab; ihre Siedelungen liegen demzufolge sehr zerstreut, teils in Einzelgehöften, teils in stundenlangen Straßendörfern. Ihr Land ist reich an Salzquellen, aus denen Salz gewonnen wird. Den Handel mit ihren Produkten halten die westlich wohnenden Ekoi in Händen. Das Land ist relativ gut besiedelt und der Urwald in eine Parklandschaft verwandelt. Hauptorte sind außer der ehemaligen Station Ossidinge am Kreuzfluß Esagem oberhalb und Obam unterhalb dieses Orts.

Passarge-Rathjens.