Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 258

Kebu, auch Agbabá und Egbökö genannt. Landschaft im Verwaltungsbezirk Atakpame in Togo. K. nimmt eine ziemlich breite Hochfläche im zentralen Togogebirge ein, welche sich nördlich an die Hochfläche von Akposso anschließt. K. ist ein steiniges, ziemlich waldarmes Bergland. Infolge Mangels an bebaubaren Flächen haben die Eingeborenen Waldstücke vielfach zur Feldbestellung gerodet. Die noch vorhandenen Waldreste werden voraussichtlich dem gleichen Schicksal entgegengehen. Ethnologisch gehören die K.leute zu den zahlreichen isolierten Splitterstämmen Süd- und Mitteltogos. Ein gemeinsames Stammesoberhaupt besitzen sie nicht. Die K.leute sind Ackerbauer. Großvieh wird nur in sehr beschränktem Maße gehalten. Bemerkenswert sind die in K. vorkommenden alten zyklopischen Maueranlagen, welche früher Verteidigungszwecken gedient haben dürften. Die jetzige Generation kann über deren Ursprung keine Aufschlüsse mehr erteilen.

Literatur: F. Müller, Die Religionen Togos in Einzeldarstellungen, Anthropos, Bd. III, Wien 1908. -R. Plehn, Beiträge zur Völkerkunde des Togogebietes. Halle 1898. - A. Seidel, Beiträge zur Kenntnis der Sprachen in Togo, Zeitschr. f. afr. u. oc. Spr. 1898. -Fr. Wolf, Grammatik des Kögböriko (Togo), Anthropos, Internationale. Zeitschrift für Völker- und Sprachenkunde 1907. - Derselbe, Totemismus, soziale Gliederung und Rechtspflege bei einigen Stämmen Togos, Anthropos, Internationale Zeitschr. f. Völker- und Sprachenkunde, Bd. VI, Wien 1911.

v. Zech.