Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 258

Keetmanshoop, die wirtschaftliche Hauptstadt des inneren Namalandes in Deutsch-Südwestafrika, zumal seit der Vollendung der verschiedenen südlichen Bahnlinien. Der Ort liegt auf dem östlich vom Großen Fischflusse sich hinziehenden Hochlande unter 26 1/2° s. Br. in wenig mehr als 1000 m Seehöhe. K. ist Hauptort des gleichnamigen Verwaltungsbezirks, ferner Sitz eines Zollamtes, einer Post- und Telegraphenstation. Ferner befindet sich dort eine Regierungsschule. Die Station K. der Rheinischen Missionsgesellschaft (s. d.) ist im Jahre 1866 gegründet. Die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes wird am besten dadurch bezeichnet, daß schon im Jahre 1910 rund 40 Einzelfirmen daselbst ansässig waren. - Der Bezirk K. gehört zu den bis an die Grenze reichenden Verwaltungskreisen des Schutzgebietes. Niederschlagstabelle s. Deutsch-Südwestafrika.

Dove.