Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 260

Keulen, Trutzwaffen, die in einfachster Form aus einem Holzknüppel bestellen, dessen dünneres Ende als Griff dient. Häufiger sind die komplizierteren Formen, bei denen das freie Ende als Knauf oder Platte entwickelt ist, die wiederum mit Fortsätzen der verschiedensten Art versehen sein können. Neben kurzen K., die auch zum Wurf dienen, kommen große Formen vor, die aus langen Stäben oder Rudern hervorgegangen zu sein scheinen. Meist ist die K. aus einem Stück Holz gearbeitet; K. aus einem Holzstab mit einem Steinknauf (Blanchebucht) oder einer Steinplatte, die Scheiben- oder Sternform (Neuguinea) besitzt, kommen im Bismarckarchipel vor (s. Waffen).

Thilenius.