Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 299

Kilossa, Ort in Deutsch- Ostafrika, liegt 510 m ü. M., da, wo das Tal des Mukondokwa (s.d.) aus dem Ussagaragebirgsland (s.d.) in die Mkataebene (s.d.) austritt. Dieses Tor, der bequemste Eingang nach den zentralen Hochländern, war von jeher von Bedeutung. Heute benutzt diesen Weg die Zentralbahn, deren Station K ist. In unmittelbarer Nähe liegt Kondoa, einst eine Araberfeste. 1891 als Station gegründet, war K. später Sitz eines Bezirksamts, bis dies von dem wenig gesunden Platz nach Morogoro verlegt wurde; dessen Nebenstelle ist K. heute. 26 Mann Polizeitruppe. Post, Telegraph, auch nach Iringa (s.d.). Die jährliche Regenmenge beträgt 832 mm (s. Tabelle Deutsch-Ostafrika 4) im 12 jähr. Mittel. Die Umgebung von K. flußabwärts am Mukondokwa ist heute ein wichtiger Sitz des Baumwollbaus (s. Tafel 15).

Uhlig.