Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 306

Kissi oder Kitschi, bergige Landschaft in Deutsch-Ostafrika, etwa 1400 qkm groß, ist eng verwachsen mit dem südöstlich benachbarten Matumbi (s.d. 1.), gehört damit zu den küstennahen Berg- und Plateaulandschaften des südlichen Vorlands (s. Deutsch- Ostafrika 5). K. tritt von Süden her an die Ebene des unteren Rufidji heran, sie einengend, erhebt sich von da langsam zu sanften Formen, im Missaluberg zu etwa 500 m ü. d. M. Der Unterbau, aus Schichten des oberen Jura bestehend, wird von mächtigen Deckschichten verhüllt. K. liegt im Regenschatten der Matumbiberge und dürfte nur gegen 1000 mm Regen haben; es ist dünn bewohnt. Politisch gehört K. zum Bezirk Kilwa, nur das Nordende zum Bezirk Rufiji. Die Bewohner sind in der Hauptsache Wamatumbi (s.d.).

Literatur: W. Bornhardt, Zur Oberflächengestaltung und Geologie D.- O.s. Bln. 1900.

Uhlig.