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Koloniale Viehversandstelle, eine Einrichtung der Deutschen
Landwirtschafts-
Gesellschaft (s.d.), um den Bezug von Zuchtvieh aus Deutschland nach den
Kolonien zu erleichtern. Im Interesse der Hebung
der Viehzucht übernimmt die Deutsche Landwirtschafts-
Gesellschaft
den Ankauf und die Versendung von Zuchtvieh, ohne hierfür eine Gebühr
zu erheben, es werden nur die tatsächlich entstehenden Aufwendungen
berechnet.
Der Ankauf des Zuchtviehs erfolgt direkt beim Viehzüchter. Die näheren
Bedingungen für die Beschaffung von Zuchtvieh sind durch die Kolonialabteilung der DLG. in Berlin SW,
Dessauer Str. 14, zu beziehen. Bisher hat sich in erster Linie das RKA.
bei Beschaffung von deutschem Zuchtvieh für die Kolonien dieser
Einrichtung
bedient. Durch die K.V. wurden bis zum Jahre 1913 einschließlich
vermittelt:
53 Pferde, 228 Rinder,
39 Schweine, 60 Ziegen, 1009 Schafe und 87 Stück Geflügel.
Neumann. |