Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 329

Koloniale Viehversandstelle, eine Einrichtung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft (s.d.), um den Bezug von Zuchtvieh aus Deutschland nach den Kolonien zu erleichtern. Im Interesse der Hebung der Viehzucht übernimmt die Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft den Ankauf und die Versendung von Zuchtvieh, ohne hierfür eine Gebühr zu erheben, es werden nur die tatsächlich entstehenden Aufwendungen berechnet. Der Ankauf des Zuchtviehs erfolgt direkt beim Viehzüchter. Die näheren Bedingungen für die Beschaffung von Zuchtvieh sind durch die Kolonialabteilung der DLG. in Berlin SW, Dessauer Str. 14, zu beziehen. Bisher hat sich in erster Linie das RKA. bei Beschaffung von deutschem Zuchtvieh für die Kolonien dieser Einrichtung bedient. Durch die K.V. wurden bis zum Jahre 1913 einschließlich vermittelt: 53 Pferde, 228 Rinder, 39 Schweine, 60 Ziegen, 1009 Schafe und 87 Stück Geflügel.

Neumann.