Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 350

Kompositen, auch Körbchenblütler genannt, stellen, was Artenzahl angeht, eine der größten Pflanzenfamilien dar. Ihre charakteristischen Merkmale bestehen darin, 1. daß ihre verwachsenblättrigen, oberständigen Blüten zu Köpfen vereint stehen, die am Grunde von einem einfachen oder mehrfachen Kranz von Hüllblättern, einem Involucrum, umgeben sind, 2. daß die Kelche der Einzelblüten von Haaren (Pappus), Borsten oder Schüppchen gebildet werden, 3. daß die 5 Pollenbehälter zu einer Röhre verwachsen sind. In der Mehrzahl sind sie Kräuter, viele werden strauch-, wenige baumartig. Verbreitet sind sie über die ganze Welt, besonders reich an Arten sind Steppengebiete. Aus den deutschen Kolonien sind tausende von Arten bekannt. Zu den interessantesten von ihnen gehört ein baumartig werdendes Kreuzkraut (Senecio Johnstoni), das am Kilimandscharo und anderen Vulkanen Ostafrikas noch bei 4000 m Meereshöhe und darüber vorkommt.

Volkens.