| Kpandu, Landschaft mit gleichnamiger Hauptstadt im
Verwaltungsbezirk
Misahöhe (s.d.) in Togo. Die Landschaft K.
nimmt ein Gebiet zwischen dem Daji und dem
Volta ein, welches im Norden von den Landschaften Kunja und Lawánjo, im Süden von Awéme, Sowié-Lawánjo
und Béwi begrenzt wird. Durchzogen wird die Landschaft K. von einer von
Süd nach Nord streichenden niederen Bergkette, welche dem zentralen Togogebirge westlich vorgelagert ist. Das
K.gebiet
enthält zum überwiegenden Teil Baumsteppe, zum Teil fruchtbaren Waldboden. Es
ist ziemlich reich an Ölpalmen. Die Eingeborenen der Landschaft K.
gehören
dem Ewestamm an; sie sind Ackerbauer und betriebsame Händler. Unter anderem haben sie sich auch dem
Baumwollbau zugewendet. - Der Oberhäuptling der
Landschaft K. hat seinen Sitz in der Hauptstadt K. Bei letzterer liegt
die 1896 gegründete von einem europäischen Beamten besetzte
Regierungsstation
K., welche dem Bezirksamt Misahöhe
unterstellt, und mit der eine Zollhebestelle sowie eine meteorologische
Beobachtungsstation höherer Ordnung verbunden ist. In K. befindet sich
eine Post- und Telegraphenstation, bei K. ein Regierungsversuchsgarten.
Die katholische Steyler Mission unterhält in K. eine von Europäern
besetzte,
die Norddeutsche
Missionsgesellschaft eine von einem farbigen Pastor geleitete
Station,
die Katholische Mission auch
eine Schwesterniederlassung. Die Deutsche Togogesellschaft hat in
K. eine Baumwollentkernungsanlage im Betrieb. Mittlere jährliche
Regenmenge
1378 mm (Mittel aus 7-8 Beobachtungsjahren). Seehöhe der Ortschaft K.
170 m, der Station K. 210 m.
v. Zech. |