Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 373

Kraterseen sind Wasseransammlungen, die sich am Grund von Kratern durch zusammengelaufenes Regenwasser oder - bei porösem Untergrund - durch eindringendes Grundwasser gebildet haben. Kraterseen sind aus Kamerun in großer Zahl bekannt, hat doch Hassert jüngst (Ztschr. Ges. 1. Erdk. Berlin 1912 S. 1 ff.) 15 Krater- und Maarseen von dort beschrieben; sehr zahlreich sind sie auch im Vulkangebiet des zentralen Hochlands von DeutschOstafrika; sie fehlen aber auch im Kondeland (s. Konde) nicht ganz (Ngori). Dagegen kennt man sie aus Deutsch-Melanesien noch nicht, abgesehen von den großen Kulturen am Nordrand der Willaumezhalbinsel; auch auf der Mutter bildet sich zeitweise ein seichter Tümpel. K. kommen aber wieder auf Samoa vor und zwar sowohl auf Sawaii (Lepaina oder Pula), als auf Upolu (die 3 Seen von Lanutoo, deren einer nach G. Wegener freilich zeitweise austrocknet).

Sapper.