Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 391

Kumbe, Siedelung in Neukamerun (s.d.), auf der Wasserscheide zwischen Ssanga (s.d.) und Mbaere, die sich hier bis auf 20 km nähern, auf halber Strecke zwischen Carnot (s.d.) und Bania (s.d.) gelegen. Es ist der Sitz der mächtigsten Jangerehäuptlinge gewesen, des Volkes, das von hier bis Mbaere abwärts sitzt. Nach Zimmermann ist es jetzt im Verfall begriffen, und während es früher recht bedeutend war, soll es jetzt auf kaum 600 Einwohner zurückgegangen sein. Früher war es Sitz der großen Faktorei der Ssanga- forestièreGesellschaft, ist jetzt aber auch von ihr verlassen, da der Kautschukbestand vollständig erschöpft ist. K. liegt im Grasland, oder auf der Übergangsregion, die Vegetation der Umgebung ist Parklandschaft.

Passarge-Rathjens.