Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 391

Kumbo, Volk und Ort in Kamerun. 1. Die K. sind die Bewohner der Wasserscheide zwischen Katsena-Allah und Mbam im K.hochland. Sie sind ein heidnischer Sudanstamm und haben eine eigene Sprache. Sie bauen quadratische Häuser aus Bambusstangen mit Lehmbewurf. Auf ihren Ackern bauen sie Mais, Hirse, Tabak, Planten und Kolanüsse. Sie halten Kleinvieh und Geflügel. Eifrig hegen sie der Elefantenjagd ob. In den Wäldern wird viel Gummi gewonnen. Der Handel liegt ausschließlich in den Händen der Haussa. 2. Der Ort K. ist der Hauptort des K.hochlandes (s.d.), liegt 1665 m hoch. Er ist ein Hauptzentrum der Haussahändler (s. Haussa) für den Kola-, Gummi- und Elfenbeinhandel, denn hier vereinigen sich die Straßen vom Mbam- und Nunbecken, hier gehen Wege nach Banjo, Kentu, Bamenda und Bamum ab. Eine Kath. Mission hat hier ihren Sitz.

Passarge-Rathjens.