Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 402

Kusas, von Fremdvölkern vielfach auch als Frafra bezeichnet, ist ein in den Northern Territories der Goldküste weitverbreiteter heidnischer Volksstamm, welcher noch in die Nordwestecke des Schutzgebietes Togo hereinragt. Die auf deutschem Gebiet lebende Zahl der K. beträgt rund 13000 Köpfe. Die K. gehören der DagombaMossi-Völkergruppe an. Sie sind Ackerbauer und Viehzüchter. Wart und Pflege des Viehs lassen sie vielfach durch im K.gebiet ansässige Fulbe besorgen. Die bedeutendste K.niederlassung in Togo ist Bugur.

Literatur: D. Westermann, Die Mossi- Sprachengruppe im westlichen Sudan, Anthropos, Internationale Zeitschr. f. Völker- und Sprachenkunde, Bd. VIII, Wien 1913. - Graf Zech, Land und Leute an der Nordwestgrenze von Togo, Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1904.

v. Zech.