Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 411

Lame, Stadt der Mundangheiden (s. Mundang) im nördlichen Kamerun. Sie liegt im Mao-Kebbigneisland am Mao Schina, der von rechts in den Benue mündet. Die Stadt bildet ein unabhängiges Staatswesen unter einem Sultan. Es befindet sich aber eine Fulbekolonie von ungefähr 4000 Seelen dort (s. Fulbe), auch die Mundangmänner haben bereits die mohammedanische Tracht angenommen, während die Frauen noch ganz unbekleidet sind. Die Häuser sind aus Lehm und Kuhmist mit Strohdächern; mehrere Häuser bilden ein Gehöft. Die Mundang sind eifrige Ackerbauer. Handelsstraßen verbinden L. mit Lere, dem Mundangzentrum am Mao Kebbi, Adumre und Garua am Benue und Lai am Logone. L. gehört erst seit dem deutsch- französischen Abkommen im November 1911 zu Kamerun.

Literatur: Maistre, A travers l'Afrique centrale.

Passarge-Rathjens.