Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 444

Lawa ja Mweri oder Manjarasee wird der südliche der beiden größeren Natronseen am Fuß der Ostafrikanischen Bruchstufe (s.d.) genannt. Ersteres bedeutet in der Sprache von Umbugwe (s.d.): "See des Westens", im Gegensatz zu dem kleineren, südöstlich gelegenen Lawa ja Sereri, d. i. "See des Ostens". - Manjara ist eine Bezeichnung der Massai (s.d.), nicht für den See, sondern allgemein für eine Seeuferlandschaft. Heute gibt es keine Massai mehr am See. Der L. j. M. liegt in 960 m Meereshöhe, ist nach der Regenzeit etwa 430 qkm groß und auch dann ganz flach, wahrscheinlich nirgends auch nur 2 m tief. In der Trockenzeit geht die Ausdehnung der Wasserfläche etwa auf den dritten Teil zurück. Rings ist der Boden mit schneeweißen Salzkrusten bedeckt (s. Soda). Die Vegetation rings um den See ist recht dürftig, besonders am Ostufer. Hier dürfte die Regenmenge nicht 500 mm erreichen.

Uhlig.