Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 449

Le Maire, Jacques, geb. 1686 zu Amsterdam, als Sohn des dortigen Kaufherrn Isaac Le Maire, der südlich von Feuerland einen Seeweg nach neu zu entdeckenden Ländern der "Terra australis" suchen wollte. Mit Hilfe einiger Bürger der Stadt Havre gelang es Isaac Le Maire, zwei Schiffe unter Leitung seines Sohnes Jacques abzuschicken (14. Mai 1615), die zwar das Australland nicht erreichten, aber 1616 an Bord der "Eendracht" die meisten der Hibernischen Inseln, Neumecklenburg, Neuhannover, die Admiralitätsinseln, die vulkanischen Inseln vor der Küste Neuguineas und einen großen Teil der Küste dieser Rieseninsel selbst kennen lernte und am 29. Okt. auf der Reede von Jakatra, dem späteren Batavia, Anker warf. Der Generalgouverneur San Pietersz- Coen ließ das Schiff in Beschlag nehmen und schickte Le Maire -nebst Willem Cornelisz Schouten (s.d.) und einem Teil der Besatzung nach der Heimat zurück.

Literatur: Spieghel der Australische Navigatie. Amsterdam 1622. - A. Wichmann, Entdeckungsgeschichte von Neuguinea (1, 58 bis 71). Leiden 1909.