Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 451

Leoparden, Leopardus, große Katzen mit dunklen, in Gruppen angeordneten Flecken, mit langem, durch Fleckenbinden geziertem Schwanze und schwarz -gefleckter Unterseite; sie sind über Afrika und das südliche und mittlere Asien verbreitet und werden in Südamerika durch die Jaguare ersetzt. Viele Jäger unterscheiden Panther und L.: Panther sind kräftigere Tiere mit größeren, mehr zu Ringen genäherten Flecken, L. solche mit kleineren, weiter voneinander entfernten Flecken. Leider sind sogar im Berliner Zoologischen Museum, welches die größte Sammlung von L.schädeln und -decken auf der Erde besitzt, aus vielen Gegenden noch nicht genügende Mengen, die eine wissenschaftliche Bearbeitung erfolgreich gestalten könnten, vorhanden. Vorläufig ist es nicht möglich, festzustellen, ob Panther und L., oder vielleicht sogar noch ein kleinerer, kurzschwänziger Berg-L. nebeneinander in demselben Gebiete leben, wieweit die männlichen und weiblichen Tiere dieser Formen abändern und wie viele Rassen unterschieden werden müssen. Oft wird mit dem L. der Gepard (s.d.) verwechselt, dessen schwarze Flecke nicht kranzförmig angeordnet sind. L.decken werden von Eingeborenen als Schmuck benutzt und sind auch im Handel begehrt.

Matschie.