Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 460

Lobe. 1. Der L. ist ein unbedeutender Küstenfluß in Kamerun, nördlich des Kampo. Sein Lauf ist noch wenig erforscht. Er kommt vom Südkameruner Randgebirge, fließt in S-förmigem Bogen durch gänzlich unbewohnten Urwald und bildet dabei fortwährend Schnellen und Fälle (s. Tafel 62). Er wendet sich an der Westseite des Elefantenberges nach Norden und tritt dann in das besiedelte Küstenland. Bei der Mündung teilt er sich in mehrere Arme, an dem nördlichsten liegt Groß-Batanga. Die Stämme am L. sind die Mabea (s.d.) und an der Küste die Batanga (s. d.). Als schiffbarer Fluß kommt der L. nicht in Betracht. - 2. L. ist eine Faktorei der Deutsch- Westafrikanischen Gesellschaft im Lande der Balondo, Bezirk Victoria. Sie liegt an dem gleichnamigen Flüßchen, das in den Memefluß mündet.

Passarge-Rathjens.