Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 500

Männerbünde. Der bei den Männern stärker entwickelte Geselligkeitstrieb führt bei Naturvölkern zu ihrer festeren Organisation, zumal der im Männerhause (s. d.) vereinigten Junggesellen, die oft unter eigenen Führern stehen. Die Folge ist leicht, daß der Mann auch nach dem Übertritt in die Altersklasse (s. d.) der Verheirateten mit der früheren in dauernder Verbindung bleibt. Dieser Umstand gewinnt besondere Bedeutung, wenn an die Stelle der Altersklassen die Bildung von Klubs tritt, in die die Aufnahme nach Besitz, Rang usw. erfolgt, während der Klub selbst die verschiedensten Zwecke verfolgen kann. In gewissem Sinne sind auch die Geheimbünde (s.d.) hierher zu rechnen.

Literatur: Schurtz, Altersklassen und Männerbünde. Berl. 1902.

Thilenius.