Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 476

Mahagoni (s. Tafel 124), ursprünglich dem aus Mittelamerika und Westindien stammenden Holz von Swietenia Mahagoni (Familie Meliaceen) beigelegter Name, heute Handelsbezeichnung für viele, jenem eigentlichen Mahagoni in der Farbe und zum Teil auch in der Härte ähnelnde Hölzer. Das Holz afrikanischer Meliaceen, namentlich von Khaya- und Entandrophragma- Arten, aber auch von Bäumen aus anderen Familien, z.B. von Calophyllum inophyllum (s.d.), Familie Guttiferen, kommt im Handel oder im Gebrauch der afrikanischen Schutzgebiete als Mahagoni vor. In Kamerun wird das Holz von Khaya- und Entandrophragma-Arten (Familie Meliaceen) als Mahagoni bezeichnet. Auch das Holz von Mimusops-Arten (Familie Sapotaceen), das sog. afrikanische Birnbaumholz, ist gelegentlich Kameruner Mahagoni genannt worden. Auch Okume (s.d.; vielleicht = Gabun) von Aukumea Klaineana, Familie Burseraceen, und Gabun-Acajou angeblich von Sarkocephalus Diderrichii, Familie Rubiaceen, beide aus Französisch- Kongo kommend, führen den Namen. Dunkles afrikanisches Mahagoni oder Nsamngilla (Französisch-Kongo) stammt von Khaya Klainii, die als 40-50 m hoher Waldbaum in Togo auftritt und auch in Altkamerun gefunden ist.

Literatur: Reder, Eine forstliche Studienreise nach Franz.-Kongo, Spanisch-Guinea u. Süd-Nigerien. KolBl. 1912.

Büsgen.