Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 480 f.

Maka oder Makak, Volksstamm auf der Njemplatte in Südkamerun im Quellgebiete des Njong und des Dume. Die M. gehören der östlichen Gruppe der Bantuneger an, die durch die Fanginvasion in zwei Teile zerrissen worden sind. Sie sollen mit den Bomome (s.d.) und Njem (s.d.) nahe verwandt sein. Sie sind ein kriegerisches Volk, das besonders die Baia (s.d.) im Norden in steter Unruhe gehalten hat. Ihre Waffen sind vergiftet. Dem Handel sind sie ganz unzugänglich, und sie haben jeden Versuch der Haussahändler, von Bertua aus zu ihnen zu kommen, abgewehrt. Ihre Kriegsgefangenen fressen sie auf, ebenso die Frauen, die eines natürlichen Todes sterben. Ihre Dörfer sind die der Waldlandstämme, d.h. die Hütten sind in zwei Reihen angeordnet und an beiden Enden mit Pallisaden geschützt. Das Land der M. ist Parklandschaft, Grasflächen wechseln mit Busch und Wald. Die Ölpalme ist zahlreich. Die Bevölkerung ist dichter als sonst im Waldland. Angebaut worden Mais, Bananen, Maniok, Zuckerrohr, Yams und Tabak. Im Gebiet der M. liegt Dumestation (s.d.). Ein Wurfmesser der bei ihnen gebräuchlichen Art zeigt Tafel 86 Abb. 9.

Passarge.