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Makondeschichten. Unter diesem Namen faßte Bornhardt die mächtigen
Sandsteinbildungen und zwischengelagerten Schichten von roten sandigen
Letten, Schiefertonen, Mergeln zusammen, die die Tafelberge im Süden
Deutsch-Ostafrikas
westlich der Küste bilden, vor allem das Makonde- und Mueraplateau.
Diese
Makondeschichten überlagern zum Teil die fossilführenden Schichten der
marinen unteren Kreideformation
bzw. wechsellagern in ihren unteren Lagen mit diesen. Weiter
landeinwärts
liegen sie auf dem denudierten Gneisuntergrund der Inselberglandschaft.
Das am meisten charakteristische Schichtenglied der M. ist der Newalasandstein, ein sehr harter, fester,
quarzitischer ("eingekieselter") Sandstein
von meistens roter oder rotbrauner, seltener heller Farbe und sehr
auffallendem,
glänzenden Bruch, dessen Entstehung noch nicht aufgeklärt ist (sekundäre
Bildung im Grundwasserniveau?) Unter den tiefsten Lagen der M., die mit
den marinen Unterkreideschichten wechsellagern, finden sich als
wichtigste
Fossilien die gewaltigen Dinosaurier
des Tendaguru (s.d.). In den höheren, fossilfreien
Schichten sollen ab und zu ganz minimale kleine Brocken
braunkohlenartiger
Substanz sowie vereinzelte verkieselte Holzreste vorkommen; sonst sind
sie anscheinend völlig fossilfrei.
Gagel. |