Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 491

Mallein wird aus dem Rotzbazillus (Bacillus mallei) gewonnen und dient zur Feststellung des Rotzes bei Einhufern. Nach der Einspritzung des M. unter die Haut tritt eine fieberhafte Steigerung der Innentemperatur, nach Einreibung in die Haut oder nach Einspritzung in die Haut eine Anschwellung und nach dem Einträufeln in den Lidsack ein eitriger Lidbindehautkatarrh auf. Namentlich letztere Reaktion (die sog. Ophthalmoreaktion) ist ein gutes Mittel zur Erkennung der Rotzkrankheit. Weitere Mittel sind die Agglutination und Komplementbindung (s.d.).

v. Ostertag.