Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 492

Mambila, heidnischer Sudanstamm in Kamerun, dessen Sitze am Ostabfall des Kumbohochlandes - dem M.gebirge -, etwa vom Donga bis Banjo liegen. Die Sprache und Verwandtschaftsverhältnisse sind noch nicht aufgeklärt.- Die Zahl der M. wird auf 20000 geschätzt. Sie sind von kräftiger Statur, aber sehr häßlich. Sie haben quadratische Häuser von bedeutender Höhe aus Bambus mit Lehmbewurf. Die Feldarbeit liegt den Weibern ob. In den Wäldern wird Gummi gewonnen. Die M. sind in viele einzelne Stämme zersplittert. Sie sind Kannibalen.

Literatur: Glauning, KolBl. 17.

Passarge- Rathjens.