Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 495

Manengabagebirge, isoliertes Massiv im Süden des Manengubahochlandes in Kamerun. Es erhebt sich auf dem Südrand des Plateaus zwischen dem Nlonaka- und dem Kupegebirge, aber nördlicher als diese beiden. Das M. ist vulkanischen Ursprungs und erreicht 2250 m Höhe. Es hat die Gestalt eines mit Rillen bedeckten Schildes und besteht aus Basalten und Trachyten. Der Kamm besteht aus der bogenförmigen, schroffen, zackigen Elengumkette. Diese stellt vielleicht den ältesten zerstörten Kraterwall dar. Westlich schließt sich daran der Epochakrater mit 2-3 km Durchmesser, der in seinem Grunde zwei Seen birgt, die bei den Eingeborenen mit Scheu verehrt werden. Vom M. fließen radial nach allen Seiten Bäche hinab, die sich im Osten im Nkambecken vereinigen, im Westen im Kiddebach, der durch die Landschaft Nuieng und das Bakossibergland zum Mungo fließt. Von Norden her greift das System des Kreuzflusses mit dem Mwe bis zum M. zurück. - Das M. gehört dem Grasland an. Die Bewohner sind die Viehzucht treibenden Bakossi (s.d.).

Passarge-Rathjens.