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Mango, Mangifera indica (s.Tafel 107,124,
187), einer der verbreitetsten tropischen Obstbäume von mittleren bis mächtigen
Ausmessungen und schnellem Wuchs, dessen Heimat das tropische Asien ist. Die
Blätter sind Weidenblättern nicht unähnlich. Die grünlichweißen, kleinen,
wohlriechenden Blüten bilden große Trauben, die in der Regel von Januar bis März
hervorbrechen und nach drei Monaten Früchte liefern. Die Früchte sind länglich
oval, an der Spitze oft etwas nierenförmig gekrümmt, von gelblicher, oft rötlich
oder grünlich angehauchter Farbe. Die Größe ist recht verschieden. Sie schwankt
ähnlich wie bei unsern Äpfeln und Birnen.
Genossen wird das Fruchtfleisch, das einen etwa die halbe Größe ausmachenden,
länglichen, von einer harten Schale umschlossenen Kern umgibt. Vorn Kerne aus durchziehen das
Fruchtfleisch, je nach der Sorte, mehr oder weniger reichlich holzige
Faserstränge, die den Genuß der frischen Frucht oft so weit hindern, daß man den
Kern gewissermaßen nur absaugen kann. Der angenehme, aromatische Wohlgeschmack
wird bei manchen Sorten durch einen ziemlich kräftigen Beigeschmack nach Terpentin beeinflußt. Der Baum gedeiht am besten
in einem heißen, trockenen Klima auf einem
nährstoffreichen, gut bearbeiteten Boden. Bei andauernder Trockenheit muß
Bewässerung einsetzen. Auch wird das sog. "Mulching" mindestens einmal im Jahre
als sehr nützlich empfohlen. Für die Anzucht wird die sog. Gootee-Methode,
Markotten, zur Gewinnung von Ablegern als die beste genannt. Auch andere Formen
und Pfropfen werden angewendet. Ebenso werden auch Samen zur Fortpflanzung
genommen; es sollen sich aber die verschiedenen Varietäten in der Erhaltung der
Sortenechtheit dabei sehr abweichend verhalten. Man pflanzt die Mangos in gut
vorbereitete Pflanzlöcher in Abständen von 7-8 m. Es gibt, wie es bei einer so
alten Kulturpflanze nicht zu verwundern ist, von Mango unzählige Varietäten, die
sehr verschieden in Gestalt und Wohlgeschmack sind. Am besten verwendet man wohl
die an Ort und Stelle vorhandenen Bäume mit den wertvollsten Früchten zur
Vermehrung, sonst empfiehlt es sich, gute, bekannte Sorten von Ceylon, Singapur
oder Java zu beziehen. Die Mangos werden zum Teil frisch gegessen, häufiger aber
gekocht als Fruchtmus oder als Marmelade. In Indien dient sie auch zur
Herstellung der bekannten Chutney-Konserve.
Literatur: Macmillan, A Handbook of tropical gardening and
Planting. Colombo
(Cave & Co.) 1910.
Voigt. |