Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 501 f.

Manus. 1. M., Moánus, Taui, Tjawomu, Kor oder Große Admiralitätsinsel ist die bergige, größtenteils waldbedeckte, bis 915 m hohe Hauptinsel der Admiralitätsinseln (s.d.) mit etwa 1900 qkm Fläche. Über den geologischen Bau oder topographische Einzelheiten des Innern ist noch wenig bekannt geworden. Den Hauptteil des Innern scheint ein bis 900 m hohes Plateau zu bilden, das gegen Norden und Süden steil abbricht. Die Insel ist gut bevölkert (s. Admiralitätsinseln). Sie liegt zwischen 146° 33'- 147° 22' ö. L. und 1°57'-2° 14' s. Br. Die Insel ist in ostwestlicher Richtung rund 100 km lang bei einer Breite von ca. 28 km; an der Westküste dringt die Kalibucht, an der Südküste die Malaibucht tief ins Land ein, während von der Ostküste eine gekrümmte, schmale Halbinsel weit vorspringt. Hier finden sich der Seeadler-, der Hyäne- und der Kelanahafen, an der Nordwestküste der Nareshafen; einige weitere Ankerplätze gibt es an der Südküste. Am Seeadlerhafen liegt die 1911 errichtete Regierungsstation. S.a. Admiralitätsinseln. - 2. M. ist ferner ein andrer Name für die Allisoninsel.

Sapper.