Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 531

Mbam, rechter Nebenfluß des Sanaga in Kamerun. Er entspringt östlich von Banjo am Westrand des Ngaundereplateaus auf der Tibatischwelle südlich der Genderoberge, umfließt im Bogen die Prinz-Luitpold-Berge und wendet sich dann zwischen Bamumplateau und Ngutte-Bergland südlich. Sein Oberlauf ist wenig bekannt; er erhält vom Tikarplateau aus Osten den Kim. Beide Flüsse sind reißend und von Stromschnellen erfüllt. Galeriewälder begleiten die Ufer. Weiterhin bricht der Mbam östlich zwischen Nguttebergland und Ebohochland hindurch und erhält aus Westen den Wandam, im Oberlaufe Nun oder Nün genannt, der den Ostrand des Baliplateaus entwässert. Vom Dommegebirge und den Nguttebergen strömen dem M. eine Reihe von fächerförmig angeordneten Nebenflüssen zu. Der wichtigste der Ndschim. Der M. mündet unterhalb der Nachtigal- Schnellen in den Sanaga. Der Unterlauf des M. ist von Waldland begleitet. - An seinen Ufern sitzen im oberen Teile die Tikar (s.d.) und Bamum (s.d.), im Süden Bafia (s.d.) und Bati (s.d.). Ein bedeutender Bafiaort ist Sase. Der M. ist in keinem Teil seines Laufes schiffbar.

Passarge-Rathjens.