| Mbam, rechter Nebenfluß des Sanaga in Kamerun. Er entspringt östlich von Banjo am Westrand des Ngaundereplateaus auf der
Tibatischwelle
südlich der Genderoberge, umfließt im Bogen die Prinz-Luitpold-Berge und wendet sich dann zwischen Bamumplateau
und Ngutte-Bergland südlich. Sein Oberlauf ist wenig bekannt; er erhält
vom Tikarplateau aus Osten den Kim. Beide
Flüsse sind reißend und von Stromschnellen erfüllt. Galeriewälder begleiten die Ufer. Weiterhin
bricht der Mbam östlich zwischen Nguttebergland und Ebohochland hindurch und erhält aus Westen den
Wandam, im Oberlaufe Nun oder Nün genannt, der den Ostrand des
Baliplateaus
entwässert. Vom Dommegebirge und den Nguttebergen strömen dem M. eine
Reihe von fächerförmig angeordneten Nebenflüssen zu. Der wichtigste der
Ndschim. Der M. mündet unterhalb der Nachtigal-
Schnellen
in den Sanaga. Der Unterlauf des M. ist
von Waldland begleitet. - An seinen Ufern sitzen im oberen Teile die Tikar (s.d.) und Bamum
(s.d.), im Süden Bafia (s.d.) und Bati (s.d.). Ein bedeutender Bafiaort ist Sase. Der M. ist in keinem Teil seines Laufes
schiffbar.
Passarge-Rathjens. |