Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 577

Missionare vom heiligsten Herzen Jesu oder Hiltruper Missionare (M. S. C. = Missionarii Sacratissimi Cordis), katholische religiöse Weltpriesterkongregation, von Chevalier 1854 in Issoudun (Frankreich) hauptsächlich für äußere Mission gestiftet. Die Missionsgebiete der Gesellschaft hegen sämtlich in dem zu Australien zählenden Inselgebiet. Die deutsche Provinz (die Gesellschaft hat 5 Provinzen) wurde (1897) durch Gründung eines Missionshauses zu Hiltrup, (s.d.) begonnen. Dort befindet sich Noviziat und Privatgymnasium der Gesellschaft. Für die höheren Studien besteht eine Anstalt in Öventrop b. Arnsberg (1902). Der Provinzial, P. Jansen, residiert in Hiltrup. Hier erscheint auch das Organ: Monatshefte. Hilfsverein: Das kleine Liebeswerk. General P. Meyer in Rom, Provinzial P. Jansen in Hiltrup. Die Missionsgebiete der deutschen Provinz sind die Vikariate Neupommern (s.d.) und Marshallinseln (s.d.).

Literatur: Die Genossenschaft der Missionen vom heiligsten Herzen Jesu. M.-Gladbach 1904. - Linckens, Missionspflicht u. Missionsdienst. Hiltrup 1910, 32 ff. - Ders., Welt-Mission und Missionspflicht der Katholiken. Hiltrup 1912. - Heimbucher, Die Orden u. Kongreg. d. Kath. Kirche. Paderborn 1908, 111² 488 ff. - Monatshefte, Hiltrup, fortlaufend.

Schmidlin.