Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 585

Moa oder Mwoa, Ort Deutsch- Ostafrikas an der gleichnamigen Bucht des Indischen Ozeans, 11 km s. der Grenze gegen Britisch-Ostafrika. Der von Wassegeju (s.d.) bewohnte Ort liegt in gut angebauter Gegend, rings von Kokospalmen umgeben; nach N bis zur Grenze erstrecken sich die Palmenplantagen. In deren einer, Totohovu, wurden 1126 mm Regen im zehnjähr. Mittel beobachtet. Der Hafen ist wenig brauchbar. Doch legten 1908 (seitdem keine Einzelangaben mehr für M. veröffentlicht) 25 mal kleine Dampfer mit insgesamt 10 081 Reg.-Tonnen an wegen der Ernte der Kopra (s.d.). Karten: Moa-Bai in 1: 20 000, D. Admiral.-K. Nr. 120, Bin. 1893; K. von Usambara- und Küstengebiet in 1: 100 000, hgg. vom Gouvt. von Deutsch-Ostafrika, Bln. 1912.

Uhlig.