Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 589

Monufluß, bedeutender Fluß in Togo. Der M. (Ewename) führt in seinem oberen Laufe die Timbezeichnung Njala. Er entspringt auf der Sudu-Dako-Hochfläche bei Sudu bzw. auf französischem Gebiet in der Nähe von Parataou, durchfließt das deutsche Gebiet in südlicher Richtung und nimmt als wichtige Nebenflüsse den Ogu (s.d.) von links, den Angä (s.d.), den Amu (s.d.) und den Chra (s.d.) von rechts auf. Er mündet bei Agbanake in die Lagune. Die Stelle, in welcher sich der M. durch das sandige Dünengebiet eine Mündung zur See durchgebrochen hat, liegt im französischen Gebiet zwischen Grand- Popo und Ouidah und heißt "bouche du roi". Zwischen 7° n. Br. und seinem Zusammenfluß mit der Lagune schwankt die Breite des M. zwischen 50 und 120 m. Kurz vor seinem Eintritt in die Lagune verbreitert er sich auf 180 m. Das ganze Jahr über fahrbar ist nur die südliche Strecke bis Awewe (s.d.) und je nach den Regenverhältnissen während 4-6 Monaten im Jahre bis Tokpli (s.d.) und unter günstigen Verhältnissen sogar bis Togodo. Der M. ist nur für flachgehende Boote fahrbar. Die französische Regierung unterhielt eine Zeitlang einen Raddampferverkehr zwischen Grand Popo und Athiémé, mußte ihn jedoch wegen der ungünstigen Fahrwasserverhältnisse wieder einstellen. Über das Vorkommen von Gold im M.: Dr. W. Koert , Über Goldvorkommen im östlichen Togo, Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1910 S. 57. Über das Vorkommen von Kalkstein im M.- Bett beim Dörfchen Adabion unweit Tokpli und dessen Verwertung: Dr. L. v. Ammon, Zur Geologie von Togo und dem Nigerlande in Mitteilungen der. geographischen Gesellschaft in München 1905, I. Bd. 3. Heft, ferner ABl. T. 1908 S. 19, 1910 S. 490 u. 1911 S. 234.

v. Zech.