Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 594

Mpala, Schwarzfersenantilope, Aepyceros, Gattung der Antilopen. Mittelgroße Antilopen ohne Afterzehen, mit einer schwarzen Binde über die Hüften und einem schwarzen Fleck an der Stelle, wo die Afterzehen sein sollten. Der Körper ist gelbbraun, an den Körperseiten fahler, kurz behaart. Nur die Böcke tragen ein Gehörn; dieses ist weit leierförmig geschwungen, in der Wurzelhälfte geringelt; der Querschnitt der Hörner ist rundlich, an den Seiten etwas zusammengedrückt. Das Gehörn ist bei den verschiedenen Rassen, die sich gebietsweise ersetzen, verschieden lang, bei manchen erreicht es eine Länge von mehr als einen halben Meter und eine fast ebenso weite Auslage. Diese Antilopen sind vom Zululande nach Norden bis zum Victoria Njansa, im Ovambolande und im Zambesibecken verbreitet, fehlen aber im übrigen Deutsch-Südwestafrika, in Togo und Kamerun. Die Bureu nennen sie Rooibock.

Matschie.