Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 595

Mrima, im Kisuaheli "Küste", wird im Gegensatz zu Barra, dem Hinterland, gebraucht. M. ist das Gebiet am Indischen Ozean, innerhalb dessen der Mischmasch von Negervölkern mit einigem arabischen, persischen, indischen Blut lebt, der das Kisuaheli zur Muttersprache hat. Südlich der deutsch-portugiesischen Grenze beginnt dies Gebiet und zieht sich nordwärts weit über die deutsch-britische hinaus. Die wechselnde Breite dieses Küstenstrichs reicht meist nicht an die des 10 Seemeilen- (18 km- )Streifens, für den im Vertrag von 1886 die Hoheit das Sultans von Sansibar anerkannt worden war.

Karten: Küste von Deutsch-Ostafrika, 1: 750000, D. Admiral.-K. 193, 1905. - Ferner s. die Küstenorte und Inseln.

Uhlig.