| Mungo, der nördlichste Fluß, der in das Kamerunästuar mündet. Er entspringt in den
nördlichsten Teilen der Rumpiberge
und strömt in südlicher Richtung zwischen diesem und dem Bakossibergland
hindurch, bei Baduma ein Knie nach Osten beschreibend. In seinem
Oberlauf erhält er von rechts und links zahlreiche Nebenflüsse, darunter
von links den Kidde, der vom
Manengubagebirge
kommt und in einem grabenähnlichen Tale zum M. strömt, sowie von rechts
den Abfluß des Elefantensees. Bei Mundame (s.d.) tritt der M. aus dem
kristallinen Vorland in die alluviale M.bucht. Während oberhalb Mundame
Stromschnellen den M. zu einem reißenden Flusse machen, wird er
unterhalb
ein 100 m breiter, ruhiger Strom, der Schiffahrt
gestattet. Er fließt weiter am Fuße des Kamerunberges entlang, von dem
ihm viele Bäche in Kaskaden zuströmen, und teilt sich vor seiner Mündung
in mehrere Arme. Einer derselben, der M.Creek, mündet unterhalb Bonaberi in den Wuri,
der Hauptarm mündet in die Modeakabucht,
der folgende Mihanjicreek in die Mokuschubucht. Der westliche Mündungsarm ist
der Bimbiafluß, der hart am Fuße
des Kamerunberges entlang fließt und bei Kap Bimbia
mündet. Das ganze Mündungsgebiet ist sumpfiges, mit Mangrovendickicht
bestandenes Schwemmland. Die Creeks werden durch die Gezeitenströme
vertieft
und sind auch für Dampfer passierbar. Im Hauptstrom, der sich kurz vor
der Mündung zum Möwesee erweitert,
stören
zahlreiche Inseln die Schiffahrt. - Der M. fließt in seinem ganzen Laufe
durch Urwald. An seinem Oberlauf sitzen Bafo (s. Kamerun 7)
und Bakundu (s.d.). Haupthandelsplätze am M. sind hier Ekolun, Konje und
Baduma.
Bis Mundame (s.d.) sitze die Bakossi. Es folgen östlich die Balong (s.d.), westlich die Bakundu (s.d.) und Bakwiri (s.d.) und viele kleinere Stämme. Im Mündungsgebiet sitzen die den Duala (s.d.) verwandten Mungo. Der Unterlauf ist
dicht
besiedelt, hier befinden sich zahlreiche Niederlassungen der
Dualahändler.
Wichtig ist noch Bembe, eine
Missionsstation.
Passarge-Rathjens. |