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Namaland 1. s. Groß-Namaland.
2. Apostolische Präfektur. Dieses Missionsgebiet wurde 1909 vom
Vikariat
Oranjefluß abgelöst und untersteht den Oblaten
des hl. Franz v. Sales (s.d.). Der 23° südl. Br. bildet die Nordgrenze
des Sprengels. Die Mission gilt den Hottentotten; nebenbei sind die Missionare auch für die Europäerseelsorge,
besonders
als Militärgeistliche, tätig (s. Tafel 136). Nach dem Aufstande
kommt
die Mission allmählich in Blüte. Den Frieden nach dem Aufstande half P.
Malinowski wesentlich zum Abschluß bringen; seitdem sind die
Hottentotten
auch leichter zu beeinflussen. In 5 Hauptstationen (Heirachabis [s. Tafel 136], Gabis, Lüderitzbucht, Keetmanshoop) und 35 Nebenstationen haben 8
Priester, 1 Bruder und 11 Schwestern 1566 Eingeborene Christen und 106 Katechumenen zu versorgen (Statistik von
1912).
Es bestehen 4 Schulen, in denen die
deutsche
Sprache sehr gepflegt wird; dazu auch ein Greisenasyl und 3
Waisenhäuser.
Die Schwestern sind Oblatinnen des hl. Franz v.
Sales (s.d.). Sie wirken besonders für die Kranken. Apostolischer
Präfekt ist P. v. Krolikowski.
Literatur: Das Licht. Wien, fortlaufend. - Gott will es 307 f. M.-
Gladbach 1909. - Mirb, Mission u. Kolonialpolitik
49 f. Tübingen 1910 - Schwager, Die Kath. Heidenmission der Gegenwart
II, 134 ff. Steyl 1908. - Ruck, Bis an die Enden der Erde II, 180
ff. Frankenstein 1903.
Schmidlin. |