Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 618

Nanumba, Land und Volksstamm im Verwaltungsbezirk Kete-Kratschi in Togo. N. liegt zwischen dem Kulukpene und dem Oti und reicht von Wulehe Sochani im Süden bis Laganja im Norden. Die Landeshauptstadt ist Bimbila. Die N. gehören der Dagomba-Mossi-Völkergruppe an; ihre Sprache ist von jener der Dagomba (s.d.) nur dialektisch verschieden. Die N.bevölkerung ist heidnisch. Es gibt aber schon zahlreiche Mohammedaner unter ihr. Sie betreibt Ackerbau und Viehzucht. Sehr entwickelt ist dort das Verspinnen der einheimischen Baumwolle und die Weberei. Die N.großen sind beritten (s. Tafel 148).

Literatur: Dr. R. Fisch, Nordtogo und seine westliche Nachbarschaft. Basel 1911. - Graf Zech, Land und Leute an der Nordwestgrenze von Togo, in Mitt. a. d. d. Schutzgeb. 1904.

v. Zech.