| Nebelsignale, Schiffahrtszeichen
(s.d.) für den Fall unsichtigen Wetters. Als N. werden hauptsächlich
verwendet:
Pfeifen, Glocken
(über und unter Wasser), Kanonenschüsse und Hörner
(durch Druckluft betätigt, die durch Hand- oder durch Maschinenkraft
erzeugt
wird). Pfeifen und Glocken werden oft auf Tonnen angebracht, wo sie
durch
Ausnutzung der Wellenbewegung betätigt werden. N. sind von großer
Bedeutung
für die Küste von Südwestafrika, wo sehr oft dichter Nebel herrscht und die Ansteuerung der Küste durch
vorgelagerte Klippen sehr gefährdet ist. Ferner besteht ein Bedürfnis
nach N. an den Küsten von Togo und Kamerun, wo zur Zeit des Harmattan (s.d.) unsichtiges Wetter eintritt, und
in Kiautschou, wo die Regenzeit
dichte Nebel bringt. - An N. sind vorhanden: In Kamerun: vor der Mündung
des Rio del Rey und vor der Mündung der Kamerunbucht je l Heultonne. -
In Deutsch-Südwestafrika: Bei Swakopmund und bei Lüderitzbucht (am Angrariff) je 1
Heultonne,
ferner bei Swakopmund eine Unterwasserglockentonne und bei Lüderitzbucht
(auf der Diasspitze) ein starkes, von einer Maschinenstation aus
betriebenes
Horn, dessen Hörweite 3 Seemeilen beträgt. - In Kiautschou: an der
Einfahrt
nach Tsingtau eine Glocken- und eine
Heultonne, am Lande eine Knallsignalstation.
Fischer.
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