Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 629

Neuguinea, die größte Insel der Südsee, zwischen 131°-151° ö. L. und 1/3°-10 3/4° s. Br. gelegen, mit ihren Nebeninseln etwa 814 000 qkm Fläche einnehmend. Zuerst 1526 von Jorge de Meneses entdeckt, wurde N. 1545 von Ortiz de Retes, der die Nordküste befuhr, mit ihrem heutigen Namen belegt. Im Jahre 1828 nahmen die Niederländer den westlichen Teil der Insel (bis zum 141° ö. L.) in Beschlag. Den Rest teilten sich die Engländer und Deutschen durch Vertrag vom 29. April 1886, nachdem bereits 1884 und 1885 beiderseits eine Reihe von Flaggenhissungen erfolgt waren (s. Erwerbung der deutschen Kolonien 5). Der deutsche Anteil, Kaiser- Wilhelmsland (s.d., 16. Geschichte), nimmt den Nordosten der Insel ein.

Sapper.