Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 633

Neulauenburg, Inselgruppe des Bismarckarchipels (Deutsch-Neuguinea), zwischen Neupommern und Neumecklenburg. N., das früher Duke of York hieß, ist ziemlich bevölkert. Es wurde 1767 von Carteret entdeckt. Die größeren Inseln sind: Die gleichnamige Hauptinsel N., Makada, Ulu, Utuan, Mioko, Kabakon und Kerawara (s.d.). Das Gesamtareal beträgt etwa 60 qkm. Die Hauptinsel N. besteht aus terrassenförmig gehobenem Korallenkalk, der stellenweise - an der Westküste - Andesite zutage treten läßt. Die Küsten sind im Süden, Westen und Nordwesten reich gegliedert. (Deutsche Seekarte Nr. 162.) Im Süden von N. hat die Katholische Mission eine Kokospalmenpflanzung; im Norden befindet sich der Hunterhafen (Balanawang), an dem 1875/1900 der Hauptsitz der wesleyanischen Mission gewesen war. Auf Ulu hat diese Mission noch ihre Katechetenanstalt. Auf Mioko befindet sich eine Station der Deutschen Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südseeinseln (s.d.) Die Bevölkerung von N. steht der von dem benachbarten Teil der Gazellehalbinsel von Neupommern (s.d.) und Neumecklenburg (s.d.) sehr nahe. Klima, Pflanzenwelt, Tierwelt und Literatur s. Bismarckarchipel.

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