Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 657

Nkam, Fluß in Kamerun, der zum Stromsystem des Wuri (s.d.) gehört. Er entspringt an dem Ostabhang des mittleren Bamendagebirges, dem Mbobergland, und fließt anfangs in östlicher Richtung, bis er von Norden den Zufluß des wassereichen Menna erhält, der von den Bambutobergen kommt. Vereint schlagen beide eine südliche Richtung ein. In seinem Oberlauf fließt der N. in einem weiten, ebenen Tal, das kesselartig zwischen den Randbergen des Manengubahochlandes eingesenkt ist (s. Nkamkessel). Von allen Seiten strömen ihm wasserreiche Nebenflüsse zu. Da er aber das südliche Randgebirge, im Norden des Nlonakomassivs, in engem Durchbruchstal durchquert, so stauen sich in der Regenzeit seine Gewässer, und das Land ist zum Teil stark versumpft. Bedeutende Ortschaften liegen daher nicht an den Flußläufen selbst. Diese sind mit Galeriewäldern gesäumt, während die Ebene sonst Graswuchs trägt. Im Mittel- und Unterlauf fließt der N. durch Urwald. Beide sind aber noch ganz unerforscht. Er fließt in südöstlicher Richtung zum Wuri.

Passarge-Rathjens.